Meine lieben Mitbrüder, liebe Freunde der Fransalianer,
Weihnachten handelt von Gottes eigener Mission. Die Geburt Jesu, die wir mit jedem Weihnachtsfest feiern, soll uns daran erinnern, dass Gott jeden einzelnen von uns von ganzem Herzen liebt. Gottes tiefe Liebe für die Menschheit hat Ihren Ausdruck gefunden als Gott seinen einzigen Sohn Jesus auf die Erde gesandt hat, um die „Frohe Botschaft“ der ganzen Menschheit mitzuteilen. Daher ist jedes Weihnachten eine Bestärkung der Anwesenheit Gottes in der Welt und seiner allliebenden Fürsorge für den Lauf der Welt. „Und das Wort ist Fleisch geworden hat unter uns gewohnt“ (Joh.1.14). Dies ist in der Tat der Kern der Weihnachtsbotschaft. Möge dieses Weihnachtsfest für uns eine Gelegenheit sein um tiefer in Gottes Mission in der Welt einzutauchen und uns für die Arbeit für sein Königreich „mit Hingabe für Gott und Menschlichkeit“ zu stärken um die Ärmsten der Armen in den schwierigsten und abgelegensten Gebieten der Erde zu erreichen.
„Jesus, dem ersten Missionar und Anführer jeder Mission folgend“ ist das Motto der Fransalianer für die bevorstehende Generalversammlung der Gemeinschaft im Jahr 2007. Als Missionare sind wir aufgerufen, Jesus leidenschaftlich zu folgen und seine Hingabe für jedes menschliche Wesen zu teilen. Daher besteht die Herausforderung des Weihnachtsfestes in der leidenschaftlichen Liebe zu Christus, im Teilen seiner Hingabe für die Menschheit und in der tätigen Mithilfe beim Aufbau des Königreich Gottes. So treibt uns Weihnachten zu einem energischeren Einsatz für die Ärmsten der Armen und zur Schaffung von Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden und Liebe für eine verwundete Menschheit.
Wir, die Fransalianer in Kamerun und Tschad, sind unseren zahlreichen Freunden, Unterstützern und Gönnern zu tiefstem Dank verpflichtet. Sie ermutigen und unterstützen uns in unseren Bemühungen um Bildung, Gesundheitsfürsorge und Entwicklung für die Menschen in West-Afrika, vor allem in Kamerun und im Tschad. Gerade hat die Tschad-Mission ihr sechstes Jubiläum begangen, während die Kamerunmission fünf Jahre besteht.
Zurzeit hat die Fransalianerfamilie im Tschad und Kamerun 26 Mitglieder: 11 Priester, 10 Theologiestudenten aus Indien und 5 Studenten aus Kamerun - 2 in Philosophie, 2 Novizen und 1 Pränovize.
Die fransalianische Mission in Bero im Tschad ist gerade zwei Jahre alt. Sie umfasst etwa 30 Dörfer mit einer Gesamtbevölkerung von etwa 15000 Menschen. Drei junge Fransalianer arbeiten in dieser Mission. Vier indische Schwestern aus der Gemeinschaft der „Töchter des heiligen Franz von Sales“ arbeiten in der Mission mit den Fransalianern zusammen. Bero ist mittlerweile eine lebendige Mission mit zahlreichen Projekten in den Bereichen Glaubensbildung, Bildung, Gesundheitsfürsorge und Entwicklung. Die fransalianische Mission in Ngaoundéré in Nordkamerun wird von drei jungen Fransalianern und zwei Ordensschwestern geführt. Ihnen obliegt auch die seelsorgerische Betreuung der Universitätsstudenten und der ländlichen Randgemeinden Berem und Mbe-Karna. Glaubensbildung, Bildung und Gesundheitsversorgung sind die Hauptaufgaben unseres Apostolats in dieser Mission. In Yaoundé, in Zentralkamerun machen unsere Scholasten stetige Fortschritte in der Beherrschung des Französischen, in Theologie und all den Fähigkeiten die sie benötigen, um die großen Missionsaufgaben, die sie erwarten in Angriff nehmen zu können. Ein Bildungshaus in Ngoya, einem Außenbezirk von Yaoundé wird gerade gebaut und wartet auf seine Fertigstellung. Aus finanziellen Gründen geht dieses Projekt leider nur sehr langsam voran. Eine weitere uns anvertraute Mission ist Ozom-Nkong Messa in der Diözese Obala. Sie ist nicht weit von Yaoundé entfernt, liegt jedoch in dichtem Wald und ist während der Regenzeit nahezu nicht zu erreichen. Für die nächsten Jahre sind zahlreiche neue geistliche Ämter, neue Projekte und Neueröffnungen geplant. Wir glauben fest daran, dass Jesus der erste Missionar und der Anführer jeder Mission ist.
Wir, die Fransalianer im Tschad und Kamerun wünschen Ihnen allen Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches und gnadenvolles neues Jahr.
Mit geschwisterlichen Grüßen,
Pater Dr. Thomas Cherukat, MSFS
Superior der Mission Tschad-Kamerun
Maison Pierre Mermier
B.P. 185 (c. 287) Yaoundé,
Cameroun
http://www.fransalians.com
http://www.msfssouthwest.org
Die Herausforderung Tschad
Der Tschad ist ein Binnenland im Norden Zentralafrikas. Es wird begenzt durch Lybien im Norden, dem Sudan im Osten und der Republik Zentralafrika im Süden. Im Westen grenzt der Tschad an Kamerun, Nigeria und Niger. Der Tschad ist das fünftgrößte Land auf dem afrikanischen Kontinent mit einer Fläche von 1.284.000 Quadratkilometern. Das Land war ehemals eine Provinz des Französischen Äquatorialafrikas bevor es am 11. August 1960 unabhängig wurde.Die Bevölkerungsdichte ist sehr gering. Die Einwohnerzahl beträgt nur 9 Millionen Menschen. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt im Süden des Landes. Der Tschad hat drei verschiedene Klimazonen: die Sahara im Nordosten, die Sahelzone im Zentrum und die tropische Zone im Süden. Nur 3% der Oberfläche des Landes sind als Ackerland geeignet.In der sudanesischen Region im Süden fallen zwischen April und Oktober bis zu 1.250 Millimeter Regen. Die Temperaturen sind immer sehr hoch, in der kühleren Periode im Januar beträgt sie durchschnittlich 27° C, in den Monaten März, April und Mai ca. 45° C. Sehr häufig verursachen starke Winde aus dem Nordosten der Sahara kräftige Sandstürme im Süden.
Die offiziellen Sprachen des Landes sind Französisch und Arabisch. Darüber hinaus werden etwa 120 lokale Sprachen und Dialekte gesprochen. Der Islam ist die vorherrschende Religion. Ca. 55% der Bevölkerung sind Muslime. Etwa 35% der Bevölkerung geben an, katholisch zu sein. Andere gehören traditionellen afrikanischen Glaubensgemeinschaften an. N‘Djamena ist die Hauptstadt des Landes. Mondou, Sarh und Doba sind weitere wichtige Städte.
Der Tschad ist eines der ärmsten Länder der Erde und stark abhängig von Erwerbslandwirtschaft und Viehzucht. 30 Jahre Bürgerkrieg und Unruhen verursachten große Opfer auf menschlicher und wirtschaftlicher Seite. Die wichtigste Einnahmequelle ist Baumwolle, die im Süden und Südwesten angebaut wird. Das Prokopfeinkommen wird auf 200 US-Dollar pro Jahr geschätzt. Laut Entwicklungsindex des Jahres 2002 gehört der Tschad zu den am wenigsten entwickelten Staaten der Erde. Er rangiert auf Platz 166 von insgesamt 173 Ländern. Der aktuelle Ölboom im Süden ist eine neue Möglichkeit und Chance für das arme Land, ein bestimmtes Entwicklungsniveau und ein gewisses Maß an Wohlstand in naher Zukunft zu erlangen.
Die Fransalianer im Tschad stellen sich der enormen Herausforderung für die Ärmsten der Armen unter schwierigsten Bedingungen zu kämpfen. Der Kampf gilt in erster Linie Krankheiten, Unwissenheit und einem rauen Klima. Die Missionäre in Bero sind v.a. darum bemüht schnellstmöglich, eine Schule, eine Poliklinik und ein Bildungszentrum für Laien aufzubauen. Sie freuen sich sehr über die großzügige Unterstützung durch Freunde, Wohltäter und Sponsoren, die die Realisierung dieser Projekte für das Wohlergehen der gesamten Bevölkerung in der Bero-Mission ermöglichen.
Indische Missionare in Afrika
Eine Süd-Süd Partnerschaft in der Evangelisierung
Der Berufungsboom in Indien
Die Kirche hat in der westlichen Welt in den letzten Jahrzehnten einen akuten Mangel an Priesterberufungen erleben müssen. In der letzten Zeit hat die Kirche in Europa und den USA die schmerzliche Erfahrung der Schließung von Klöstern, Seminaren und Konventen aufgrund der ständig sinkenden Zahl und letztlich fast gänzlichen Fehlens neuer Priester in einigen Diözesen und Gemeinschaften machen müssen. Im deutlichen Gegensatz zur Entwicklung in Europa und den USA konnte die Kirche in Indien beständig ein deutliches Wachstum in den Berufungen zum Priesteramt und Ordensleben verzeichnen.
Der indische Bundesstaat Kerala an der Süd-West Küste umfasst die größte christliche Einzelpopulation in Indien und wird als Wiege der Christenheit und Kinderstube der Berufungen in Indien bezeichnet. Die alte Gemeinde der „Thomas-Christen“ die zu den Syro-Malabar- und Syro-Malankara-Kirchen in Kerala gehört, hat alleine etwa 70% der Priester und Ordensleute in Indien gestellt. Auch die kleinen christlichen Gemeinden von Goa, Mangalore und Bombay gehören mit einer beeindruckenden Zahl von Berufungen zur Spitze der Evangelisierung in Indien. Zur Zeit erleben die Bundesstaaten Tamil Nadu und Andra Pradesh an der Ostküste Indiens einen Berufungs-Boom der sogar den in Kerala, Goa und Magalore übertrifft. Auch in den Stammesgebieten der nordindischen Staaten Bihar, Orissa, Jharkhand and Chattisgarh, die über mehr als 1 Million Katholiken verfügen, wächst die Zahl der Berufungen. Die jungen Kirchen von Nordostindien, vor allem von Assam, Nagaland, Meghalaya und Manipur sind voll von Interessenten, die in den kommenden Jahren für stetigen Nachwuchs im Priesteramt sorgen werden.
Die katholische Kirche in Indien
Indien wurde immer als typisches Missionsland mit einer kleinen christlichen Minderheit inmitten einer überwältigend großen hinduistischen und muslimischen Bevölkerung angesehen. Die Zahl der Katholiken in Indien wird auf etwa 15 Millionen geschätzt, eine sehr kleine Gruppe der insgesamt etwa 1 Milliarde Menschen zählenden indischen Bevölkerung. Indien war auch das Tätigkeitsfeld vieler tapferer Missionare, wie dem heiligen Apostel Thomas, St. Francis Xavier, Robert de Nobili, John de Britto und vielen anderen. Hunderte europäische Missionare sind ihren Spuren gefolgt und haben lebhafte christliche Gemeinden auf dem Subkontinent gegründet. Heute umfasst die katholische Kirche in Indien etwa 150 Diözesen mit nahezu ausschließlich einheimischem Missionspersonal. Man hat große Fortschritte in der Bildung und Gesundheitsversorgung machen können, vor allem seit der Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947. De facto betreiben die christlichen Kirchen in Indien etwa 20 Prozent der Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, obwohl sie nur 3 Prozent der indischen Bevölkerung umfassen.
Die indische Kirche ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Gesamtkirche sehr bewusst. Sie hat über Jahrhunderte sehr viel von der westlichen Welt erhalten, vor allem in Form von Missionspersonal und finanzieller Unterstützung. Heute ist die indische Kirche, wenn auch in bescheidenem Umfang in der Lage, die Kirchen in Europa und den USA zu unterstützen. Hunderte indische Priester und Nonnen versehen ihren Dienst heute in christlichen Gemeinden westlicher Länder, die unter der akuten Knappheit von Priestern und Ordensleuten leiden. Der organisierte Strom des Missionspersonals aus der indischen Kirche nach Europa und Amerika begann bereits in den 1980er und 1990er Jahren. Gewiss gereicht diese Bewegung von Priestern und Nonnen aus Indien nach Europa und Amerika sowohl den westlichen als auch der indischen Kirche zum Vorteil.
Die indische Missionarsbewegung Richtung Afrika
Als während der letzten beiden Jahrzehnte der Strom an Priestern und Nonnen aus Indien in die westlichen Staaten in Gang kam, trafen einige große Kirchengemeinden Indiens die Entscheidung, neue Missionsgebiete in äußerst bedürftigen Staaten Afrikas zu etablieren. Die Missionargemeinschaft des Heiligen Franz von Sales, auch bekannt unter dem Namen Fransalianer, ist eine jener Gemeinschaften, die innerhalb der letzten 15 Jahre in Afrika schon große Erfolge erzielen konnten. Heute arbeiten bereits hunderte indische Priester und Nonnen verschiedener Religionsgemeinschaften in den Missionen in den entlegenen Regionen quer über den afrikanischen Kontinent.
Fransalianer in Afrika
Die Missionarsgemeinschaft der Fransalianer, gegründet in Annecy, Frankreich, im Jahre 1838, baute im Jahre 1845 in Zentralindien eine große Mission auf. Hunderte französischer Missionare opferten ihr Leben für die Evangelisierung Zentralindiens. Heute haben die Fransalianer fünf Provinzen in Indien und etwa 1000 indische Mitglieder. Die Missionsgemeinschaft ist in 22 Ländern auf fünf Kontinenten tätig. Die meisten Missionen werden von den indischen Fransalianern v.a. in Afrika und Südamerika gegründet. Im Jahre 1988 eröffneten die Fransalianer ihre erste Mission in Afrika, als sie Lububu-Mission in Tansania akzeptierten. Heute arbeiten die Fransalianer in acht Ländern auf dem afrikanischen Kontinent, v.a. Tansania, Kenia, Uganda, Südafrika, Namibia, Mocambique, Tschad und Kamerun. Das Missionspersonal wird aus den fünf indischen Provinzen abgezogen. Im Moment arbeiten mehr als 100 indische Fransalianer in diesen Missionen. Und viele weitere bereiten sich darauf vor, einigen dieser herausfordernden Missionen in Afrika beizutreten.
Die jungen Kirchen in Afrika brauchen Missionare. Die Kirchen im Westen haben einen akuten Mangel an Priestern. Viele Bischöfe in Afrika versuchen deshalb in Indien Missionare für Afrika zu gewinnen. Die Inder reagieren in der Tat sehr positiv und großzügig. Viele Religionsgemeinschaften in Indien wagen sich nun nach Afrika, was in der Tat ein gutes Beispiel für eine Süd-Süd-Partnerschaft in der Evangelisierung ist.
Fünf Jahre Fransalianische Mission in Kamerun
Am 19. November 2005 wird die Fransalianer-Mission in Kamerun ihr fünfjähriges Bestehen feiern. Der Anfang ist immer schwer. Die Kämpfe beim Aufbau einer neuen Mission und die Aufgabe, Grundlagen für zukünftige Projekte zu schaffen, stellen uns immer vor neue Herausforderungen. Wir danken Gott für seine Unterstützung während der letzten fünf Jahre und blicken voller Hoffnung einem neuen Frühling der Mission entgegen. Wir danken allen Mitbrüdern, Freunden, Wohltätern und Gönnern für ihre Gebete, Unterstützungen und Ermutigungen. Der Bau eines Bildungshauses in Ngoya (Yaoundé), der Aufbau einer neuen Mission in Ozom, die Gründung einer neuen Pfarrei in den Außenbezirken von Yaoundé City, die Etablierung eines Sprachtrainingszentrums in Ngaoundéré und die Verbesserung der Einrichtung und Infrastruktur der Grundschulen in Berem und Gop-Rey sind einige der Hauptanliegen unserer Mission in Kamerun. Wir zählen auf die großzügige Unterstützung unserer Freunde und Gönner, um diese Projekte realisieren zu können.
Willkommen in der Familie
Pater Joshy Mangalathu und Pater Georgekutty Puthiyidom sind am 24. September 2005 in Yaoundé angekommen. Pater Joshy wurde in das Pfarrei-Team in Bero im Tschad und Pater Georgekutty in die neue Mission von Ekoumdoum in Yaoundé aufgenommen. Frontmission begrüßt die beiden aufs Herzlichste.
Herzlichen Glückwunsch
Bruder Scaria Kannezhathu und Bruder T.Paul Raj haben am 22.9.2005 in Vinayalaya, Bangalore ihr ewiges Gelöbnis abgelegt. Frontmission gratuliert beiden sehr herzlich.
mit dem Tod von Papst Johannes Paul II hat die Kirche und die ganze Welt einen Verfechter des Friedens und der Freiheit verloren. Er war der Papst der Armen und Unterdrückten. Als ein wahrer Missionar hat er die „Frohe Botschaft“ in allen Winkeln der Erde verkündet.
Johannes Paul II liebte Afrika und war ein unermüdlicher Anwalt für Gerechtigkeit und Frieden in Afrika. Durch seine zahlreichen Besuche und seinen verwegenen Kampf gegen das Böse und die Ungerechtigkeit in der afrikanischen Gesellschaft, hat er immer wieder an das Gewissen der internationalen Gemeinschaft appelliert, dem „vergessenen Kontinent zu Hilfe zu kommen der von Gewalt, Armut, Krankheit und Ignoranz verwüstet wird. Er ermahnte die Mächtigen in und außerhalb Afrikas von allen Formen von Gewalt und bewaffneten Auseinandersetzungen Abstand zu nehmen. In einer Welt die von Konsum, ruinösem Wettbewerb und Profit-Mentalität geprägt ist, stand Johannes Paul II wie ein Fels in der Brandung um für die Belange der Armen zu kämpfen und über die Würde menschlichen Lebens zu wachen. Afrika wird in Johannes Paul II für alle Zeiten den Papst sehen, der den Stummen eine Stimme und den Machtlosen Macht gab. Er hat sicherlich Millionen Afrikaner in ihrem Kampf für Menschenwürde, Gerechtigkeit und Freiheit inspiriert und bestärkt. Wir, die Fransalianer im Tschad und Kamerun, sind überzeugt, dass Evangelisierung in Afrika in der Arbeit für Freiheit und Würde aller Menschen besteht. Wir glauben „die Evangelisierung muss jene Maßnahmen fördern, die dazu beitragen, den Menschen in seiner geistigen und materiellen Existenz zur Entfaltung zu bringen und zu adeln. (EA70)“
Die Familie der Fransalianer im Tschad und Kamerun ist eine ständig wachsende Gemeinde von Frontmissionaren. Die Mission besteht derzeit aus neun Priestern, neun Theologiestudenten, zwei Pränovizen und zwei Postulanten. Zwei weitere Jungpriester- Pater Joshy Mangalath und Pater Georgekutty Puthiyidam- erwarten wir für September dieses Jahres. Wir möchten sie in der Familie der Front-Fransalianer im Herzen Afrikas wärmstens willkommen heißen.
Im Februar 2005 wurden wir mit den Besuchen unseres „Superior General“ und des Provinzials gesegnet. Der Besuch der Würdenträger war für uns Gelegenheit, unser Leben als Missionare auf allen Ebenen zu hinterfragen und zu erneuern. Unsere jährliche Klausurtagung in Ngaoundéré wurde durch den „Superior General“ und den Provinzial belebt. Unser Leben und Apostolat in Bero und Ngaoundéré ist noch immer fordernd und bereichernd zugleich. Hier wie dort wird der Dienst durch unsere Mitbrüder von der Bevölkerung sehr geschätzt.
Die Gemeinschaft in Yaoundé hat ihren Dienst, neben ihrer Funktion als Bildungshaus, auf OZOM, eine neue Mission in der Diözese von Obala ausgeweitet. Pater Martin Richard dient dieser Mission seit November 2004. Die Errichtung eines Bildungszentrums in Ngoya ist in vollem Gange. Ich danke Ihnen sehr herzlich für die Liebe und das Interesse an der Mission. Ich danke allen Mitbrüdern, Freunden und Gönnern die uns mit ihren Gebeten und finanziell in unseren Bemühungen um das Evangelium in Afrika unterstützen.
| Herzlichst Ihr Fr. Thomas Cherukat, MSFS Mission Superior, Chad-Cameroon B.P.185 (c.287) Yaoundé, Cameroun e-mail: |
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AUSBILDUNG IM TSCHAD - KAMPF GEGEN ANALPHABETISMUS
Die Republik Tschad erlangte die Unabhängigkeit von Frankreich am 11.August 1960, gefolgt von einer Reihe von Ereignissen die zu anhaltender politischer Instabilität im Land geführt haben. 1975 wurde das ganze Land in einen Bürgerkrieg zwischen der Nord- und Südbevölkerung gerissen. Während dieses Krieges wurden 80% der Dörfer und katholischen Missionen im Süden zerstört. Mit der Machtübernahme durch die Führung der Nordbevölkerung setzten sich eine Welle von Attentaten und die Unterdrückung der bürgerlichen Freiheiten fort. Der Bürgerkrieg hielt unvermindert bis 1996 an, als die Bürger unter Präsident Idriss Deby über eine neue Verfassung abstimmen konnten. Noch immer leben die Menschen unter der Angst vor Krieg. Sie hoffen sehnlich auf eine anhaltende nationale Versöhnung um eine Ära von Frieden und Wohlstand für das ganze Land einleiten zu können. Der aktuelle Ölboom im Doha Basin im Süden des Landes, bietet immense Möglichkeiten für eine systematische Entwicklung des Landes.
Was das Land nun benötigt, ist ein Kampf gegen Analphabetismus, Unwissenheit und Krankheiten. Bildung ist im ganzen Land Mangelware. Massen-Analphabetismus bleibt die Plage dieses Landes in der Subsahara-Region. Die Kinder des Tschads sind intelligent und möchten unterrichtet werden, doch die Möglichkeiten sind rar. Es gibt zu wenig Schulen, die Klassen sind überfüllt. In jeder Klasse drängeln sich 100-120 Kinder. Das Fehlen von Schulbüchern und einer einfachen Infrastruktur verschlimmert die Situation zusätzlich. Aufgrund unregelmäßiger Bezahlung fehlt es zudem häufig an Lehrern. Die Möglichkeiten für eine technische Ausbildung sind nahezu nicht existent.
Von Beginn an haben die Grundschulen und weiterführenden Schulen, die durch die katholischen Missionen gegründet wurden, sicherlich zur Bildung der Bevölkerung im Tschad beigetragen. Nach dem zerstörerischen Bürgerkrieg befindet sich die Gesellschaft in einem Neubeginn in allen Bereichen des Lebens. Im Bereich Bildung ist einmal mehr die Kirche gefragt, um qualitativ hochwertige Bildung anbieten zu können.
Die Kirche jedoch ist sehr auf Hilfe Dritter angewiesen, um Infrastruktur und Material zu Verfügung stellen zu können. Es ist sehr angenehm festzustellen, dass die Bürger des Tschads ihre Kinder mit großem Enthusiasmus in die Schule schicken.
Es gibt einige Gruppen von Dorfbewohnern, die sich zusammengeschlossen haben, um zumindest eine elementare Schulausbildung für ihre Kinder gewährleisten zu können. Sehr oft findet der Unterricht in notdürftigen Grashütten statt. Diese sog. „Gemeindeschulen“ sind selbst finanzierte, ländliche Schulen. Die katholische Mission unterstützt und animiert solche Initiativen von ganzem Herzen.
Die fransalianische Mission in BERO unterhält derzeit ca. 12 dieser Gemeindeschulen, die über das ganze Gebiet verteilt sind. Etwa 2500 Kinder sind an diesen Schulen angemeldet. Das größte Problem der Mission im Bereich Bildung ist das Fehlen von geeigneten Lehrerinnen und Lehrern. Diejenigen, die bereits in den Schulen angestellt sind, müssen durch Fortbildungsseminare von Zeit zu Zeit motiviert und weitergebildet werden. Die Bevölkerung in Bero steht nun vor dem Problem, dass keine weiterführenden Schulen nach der Grundschule zur Verfügung stehen. Ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft für ihre Kinder ruht nun auf der katholischen Mission in Bero. Die Bürger von Bero sind bereit, den Kampf gegen Analphabetismus und Unwissenheit aufzunehmen. Sie hoffen auf die Unterstützung aller Menschen, die guten Willens sind.
Willkommen in der Familie
Bruder A. C. Arokianathan und die Scholasten Giridhari Lakra und Boban Elenjimattathil sind am 5. Februar 2005 in Yaoundé angekommen. Alle drei absolvieren zurzeit einen Französisch-Intensivkurs als Vorbereitung für ihren zukünftigen Dienst und ihre theologische Ausbildung. Die Fransalianer heißen sie herzlich willkommen.
Generalober besucht Tschad-Kamerun
„Vom Tag meiner Landung in Yaoundé am 3. Februar 2005 bis zum 24. Februar 2005 war dieser Besuch unserer Tschad-Kamerun-Mission für mich eine missionarische Pilgerreise zu den Herzen der Mitbrüder, die die der Missionsarbeit in den beiden großen frankophonen Ländern Kamerun und Tschad verrichten. Es war zudem eine Entdeckungsreise zu den Herausforderungen des Lebens, des Glaubens und der Entwicklung der Menschen in Afrika….
Innerhalb von fünf Jahren hat die Mission riesige Fortschritte gemacht. Es ist eine Saat die gut keimt und durch das Vertrauen unserer Mitbrüder in Jesus Christus und die freudvolle Hingabe für seine Mission aufgeht. Da sich die Mission im Boden von Tschad und Kamerun mehr und mehr verwurzelt, danke ich Ihnen für ihre Pionierleistungen, die neue Energie zur Fortschreibung der Missionsgeschichte unserer Gemeinschaft“ (Aus dem Brief von Pater Agnelo Fernandes, Generalsuperior, an alle Mitbrüder der Tschad- Kamerun-Mission vom 4. März 2005).
DIE OZOM – NKONG MESSA MISSION
Ozom und Nkong Messa sind zwei wichtige Unterabteilungen der Heilig- Herz-Gemeinde von Leboudi in der Diözese von Obala in der Zentralprovinz von Kamerun, etwa vierzig Kilometer entfernt von Kameruns Hauptstadt Yaoundé. Rund um Ozom und Nkong Messa liegen sieben Dörfer verborgen im dichten Wald und kaum erreichbar, vor allem während der Regenzeit. Die Gesamtzahl der Menschen im Gebiet dieser Mission wird auf etwa 2500, meist Katholiken, geschätzt.
In Ozom gibt es eine schöne Kapelle neben der Grundschule. Während der Regenzeit sind die schmalen und kurvigen Straßen nicht befahrbar. Es gibt keinen Strom, kein Telefon und keine öffentlichen Verkehrsmittel. Die Menschen müssen fast 15 Kilometer laufen um die Hauptstraße nach Yaoundé zu erreichen. Aufgrund von Analphabetismus, Krankheiten und Arbeitslosigkeit herrscht in diesem Gebiet große Armut. Die Fransalianer haben diese Mission auf Bitten des Bischof von Obala übernommen. Pater Martin Richard, MSFS, wurde im November 2004 zum Gemeindepfarrer von Leboudi mit Verantwortung für Ozom und Nkong Messa ernannt.
NGAOUNDERE: EIN LAND DER LAMIDOS
Ngaoundéré ist die Hauptstadt der Provinz Adamaoua in Nord-Kamerun. 1930 durch die Foulbé (Peuls)- Eroberer gegründet, ist Ngaoundéré auch die Hauptstadt einer großen Foulbé- Grafschaft (Lamidat). Die Foulbé gründen ihren Ursprung auf das Sokoto-Reich, das vom heutigen Mali bis in den Zentralsudan reichte und das Adamaoua Plateau in Nordkamerun einschloss. Ngaoundéré mit seinen derzeit 150.000 Einwohnern wird vor allem von Foulbé- Muslimen und den heimischen Mboums bewohnt. Es liegt in 1200m Höhe auf dem Adamawa Plateau. Ngaoundéré ist auch als château d’eau (Wasserturm) von Kamerun bekannt, da eine Reihe von großen Flüssen in der Region entspringt. Der Name Adamawa geht zurück auf Adama, den Emir von Yola in Nigeria, der für die Islamisierung dieser Region verantwortlich ist. Adama starb 1847. Die Grafschaft (Lamidat) von Ngaoundéré wurde 1835 von Ardo Njobdi gegründet.
Die Lamidats in Nord Kamerun: Die Foulbé-Bevölkerung in Kamerun findet man vor allem in den drei großen Städten Nordkameruns, Ngaoundéré, Garoua und Maroua. Es gibt 21 Lamidats in dieser Region. Von diesen ist Ngaoundéré am größten. Ein Lamidat ist eine Art Grafschaft. Das Oberhaupt eines Lamidat wird Lamido genannt. Er wird durch die Mitglieder der regierenden Familie gewählt. Er gehört dem Volk der Foulbé an. Er hat die Entscheidungsgewalt über alle Untertanen. Von diesen wie auch von Fremden treibt er sowohl öffentliche als auch religionsbezogene Steuern ein. Er verwaltet den gesamten Grundbesitz und vererbt ihn an seine Nachfolger. Ein Lamido vereint so religiöse und weltliche Macht in seiner Person. Er kann jedoch seine religiöse Macht an einen anderen Imam weiterreichen, damit dieser Gebete in der Moschee abhält. Die Lamidos haben einen Ministerrat, der vor allem aus dem Volk der Foulbé gewählt wird. Seit der Unabhängigkeit Kameruns im Jahre 1960 haben die Lamidos viel von ihrer politischen Macht verloren. Noch immer haben Macht und Prestige der Lamidos aber großen Einfluss auf das Leben der Menschen in Nordkamerun.
Die katholische Kirche in Adamaoua: Die Geschichte der katholischen Kirche in Adamaoua lässt sich bis 1912 zurückverfolgen, als Rom die neu geschaffene Adamaoua Präfektur der Deutschen Heilig-Herz-Mission anvertraute. Leider haben die beiden folgenden Weltkriege das Vordringen der Missionare in die nördlichen Landesteile nicht zugelassen. Dies war erst nach Ende des 2.Weltkrieges möglich. Daher hat Rom 1946 den ganzen Nordteil Kameruns den Oblaten der Maria Immaculata anvertraut und so begann die wirkliche Evangelisierung in Nordkamerun mit der Ankunft der Oblaten 1946. Seitdem war die Adamaoua-Provinz Teil der Oblaten-Mission von Nordkamerun. Letztendlich wurde Ngaoundéré in den Stand einer Diözese erhoben.
Die Fransalianer in Ngaoundéré: Die Fransalianer erreichten Ngaoundéré vor gerade einmal zwei Jahren. Die Kongregation hat die Einladung von Msgr. Joseph Djida, dem Bischof von Ngaoundéré, angenommen und gründete am 30.9.2002 eine Gemeinschaft in Ngaoundéré. Pater Binoy Kidangathkarot, Pater Jaison Pezhathinal und Pater Joshy Nellimalamattam – leben als Gemeinschaft in Bini-Dang und betreuen von dort aus die Pfarreien. Pater Binoy Kidangathkarot ist der Seelsorger von Bini-Dang und Berem und zudem der Kaplan der Universitätsstudenten. Außerdem ist er der Leiter unserer Religionsgemeinde in Bini-Dang. Vor kurzem hat der Bischof von Ngaoundéré ihn als einen der Episcopal-Vikare der Diözese ernannt. Pater Jaison Pezhathinal ist der Gemeindepriester von Mbé-Karna, eine Landgemeinde etwa 70 km entfernt von Ngaoundéré. Pater Joshy Nellimalamattam arbeitet als Assistenzpriester in Bini-Dang und Berem und als Assistenzkaplan für die Universitätsstudenten. Die Universitätskaplanei in Bini-Dang: Die St. Thomas More Gemeinde in Bini-Dang ist vorwiegend eine Universitätsgemeinde und wurde 1990 gegründet. Sie liegt ca. 15 Km von Ngaoundéré entfernt. Das Gemeindegebiet erstreckt sich 50 km nach Norden und 80 Km nach Osten mit etwa 8 Teilstationen. An der Universität von Ngaoundéré gibt es schätzungsweise 5000 katholische Studenten, von denen ca. 2000 regelmäßig die Sonntagsmesse in Bini-Dang besuchen. Die Studenten besuchen das Gemeindezentrum und nutzen die zu Verfügung stehenden Einrichtungen, wie Bibliothek, Lesesaal, Katechismus-Kurse, etc. und nehmen Beratungsangebote wahr. Es wurde ein dreijähriges Katechismusprogramm im Hinblick auf die Vorbereitung der Studenten für die heiligen Initiations-Sakramente eingerichtet. In regelmäßigen Abständen werden Filme und Videos zu religiösen und sozialen Themen vorgeführt. Eine große Zahl von Studenten profitiert vom angebotenen Englischunterricht. Eine Reihe von Gruppen hat sich in fünf verschiedenen Kategorien gebildet: Lithurgie, Gebet, karitative Arbeit, soziale Aktionen und Kunst und Sport. Veranstaltungen zur geistigen Einkehr, Debatten, Diskussionen, und Konferenzen zu sozialen, religiösen und moralischen Themen werden für die Studenten in regelmäßigen Abständen organisiert. Von Zeit zu Zeit werden Gefängnisse und Leprosorien besucht.
Die Gemeinde in Bini-Gang: Neben der großen Zahl an Universitätsstudenten umfasst die Pfarrei von Bini-Dang kleine Gruppen von lokalen Katholiken. Die meisten von ihnen sind Wanderarbeiter aus dem benachbarten Tschad und meist sehr arm. Die Messe wird im sonntäglichen Wechsel in den einzelnen Dörfern abgehalten. Wenn der Priester abwesend ist, kommt die Gemeinde zusammen, um das Wort Gottes durch eine Ordensschwester oder einen Katecheten zu hören. Die lokalen Gemeinden sind in verschiedene Urchristliche Gemeinden aufgeteilt. Sie versammeln sich einmal pro Woche zum Gebet, Bibelstudium und um Angelegenheiten der Gemeinden unter Leitung eines Priesters, einer Ordensschwester oder eines Katecheten zu besprechen. In all diesen Gemeinden werden Katechismus-Kurse abgehalten um die Erwachsenen und Jungen auf die Kommunion oder Hochzeit vorzubereiten. Ein fünfjähriger Katechismuskurs wird für alle Kinder in den Gemeinden angeboten. Programme für Lese-, Moral- und Gesundheitserziehung finden ebenso statt wie Koch- und Nähkurse. Zwei Gruppen von Ordensschwestern arbeiten mit den Fransalianern gemeinsam am Aufbau der Pfarrgemeinde von Bini-Dang.
JOHANNES PAUL II (1920-2005)
Ein Papst, der Afrika liebte R.I.P
Yaoundé, die Hauptstadt Kameruns wurde bereits vor zehn Jahren, am 14. September 1995 die Ehre zuteil, Zeuge der Veröffentlichung der postsynodalen apostolischen Exhortation „Ecclesia in Afrika“ durch Papst Johannes Paul II zu sein. Kürzlich empfing Yaoundé anlässlich des 23. Welttages der Kranken, der von 9.-11.Februar 2005 stattfand, erneut eine Nachricht von Johannes Paul II, die seine überwältigende Liebe und Zuneigung zu Afrika bestärkte. Die folgenden Zeilen enthalten Auszüge aus diesen Dokumenten, die die tiefe Liebe des letzten Papstes, seine ungebrochene Hochachtung und väterliche Sorge für Afrika belegen.
„In der gegenwärtigen Weltlage gehören die afrikanischen zu den am meisten benachteiligten Nationen. Die reichen Länder müssen sich ganz klar ihrer Verpflichtung zur Unterstützung der Anstrengungen der Länder bewusst werden, die darum kämpfen, aus Armut und Elend herauszufinden…. Sodann muss mit innerer Anteilnahme dem Angstschrei der armen Nationen Gehör geschenkt werden, die auf besonders wichtigen Gebieten um Hilfe bitten: die Unterernährung, die allgemeine Verschlechterung der Lebensqualität, unzureichende Mittel für die Ausbildung der jungen Menschen, das Fehlen der elementaren Dienste bei der medizinischen und sozialen Versorgung mit der Konsequenz des Anhaltens endemischer Krankheiten, die Ausbreitung der entsetzlichen Geißel AIDS,…“ (EA 114).
„Seit mehreren Jahrzehnten ist Afrika Schauplatz von Bruderkriegen, die die Bevölkerung dezimieren und ihre Natur- und Kulturschätze zerstören. Das so schmerzliche Phänomen hat neben Ursachen außerhalb Afrikas auch interne Ursachen, wie Tribalismus, Nepotismus, Rassismus, religiöse Intoleranz, der Machthunger, der sich in den, die Rechte und die Würde des Menschen straflos verhöhnenden, totalitären Regimen bis zum Äußersten steigert. Darüber hinaus fordere ich zusammen mit den Synodenvätern zu aktivem Einsatz auf, dass auf dem Kontinent Verhältnisse von größerersozialer Gerechtigkeit und gerechterer Machtausübung gefördert werden, um so den Boden für den Frieden zu bereiten (EA 117).
Diejenigen, die durch Waffenhandel die Kriege in Afrika anfachen, sind Komplizen abscheulicher Verbrechen gegen die Menschheit. Der Waffenhandel, der Tod säht, ist ein Skandal. Die afrikanischen Regierungen sind aufgerufen, auf die übermäßigen Militärausgaben zu verzichten, um mehr Mittel für die Erziehung, das Gesundheitswesen und den Wohlstand ihrer Völker aufzuwenden“ (EA 118).
„Eine der bittersten Folgen der Kriege und der wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist das traurige Phänomen der Flüchtlinge und Vertriebenen, eine Erscheinung, die tragische Dimensionen erreicht hat. Es ist daher dringend notwendig, dass die nationalen, regionalen und internationalen Organisationen die Probleme der Flüchtlinge und Vertriebenen auf gerechte und dauerhafte Weise lösen (EA 119). Es gilt daher, den jungen Menschen bei der Überwindung der Hindernisse zu helfen, die ihre Entwicklung bremsen: der Analphabetismus, das Nichtstun, der Hunger und die Drogen (EA 93). Viele von ihnen gehen ins Ausland gleichsam wie ins Exil, wo sie ein prekäres Dasein als Wirtschaftsflüchtlinge führen. Ich halte es für meine Pflicht, das Anliegen dieser jungen Menschen zu vertreten. (EA 115). Ich ermahne die Staatsoberhäupter und ihre Regierungen in Afrika, das Volk nicht mit inneren und äußeren Schulden zu erdrücken.
Sodann richte ich einen dringenden Appell an den Internationalen Währungsfonds, an die Weltbank sowie an alle Gläubiger, sie mögen die die afrikanischen Nationen drückende Schuldenlast erleichtern“ (EA 120).
Die Pfarrei von Berem
Die St. Charles Lwanga Pfarrei von Berem ist eine der ältesten in der Diözese. Sie wurde im Jahr 1971 gegründet. Sie hat seit einigen Jahren keinen festen Priester. Die Mitbrüder aus Bini-Dang besuchen die Pfarrei regelmäßig und halten die Messe für die etwa 500 Katholiken. Die Gemeinde unterhält zwei Grundschulen in Berem und Gop-Rey, einer Teilgemeinde.
Die Pfarrei von Mbé-Karna
Die St. Andrew´s Pfarrei von Karna wurde 1952 gegründet. Sie liegt 60 Km von Ngaoundéré entfernt. Der frühere Gemeindepriester, ein polnischer Missionar der Oblaten der Maria Immaculata, ist vor fünf Jahren in Karna ermordet worden. Seitdem ist das Pfarramt frei. Eine große Zahl von Katholiken findet sich in Mbé, einer Vorstadt 10 Km nördlich von Karna. Mbé-Karna wird als Zwillingspfarrei von Ngaoundéré durch Pater Jaison Pezhathinal, dem neu ernannten Gemeindepriester, betreut und ist bereit für einen Neuanfang nach fünf Jahren der Isolation und Vernachlässigung. Dieser Pfarrei sind außerdem 13 Teilgemeinden angeschlossen, in jeder leben nur wenige Katholiken. Sie bieten jedoch sehr gute Perspektiven hinsichtlich der Evangelisierung und der Entwicklung. Die Gesamtzahl aller Katholiken in den Zwillingsgemeinden von Mbé und Karna wird auf gerade einmal 600 geschätzt. In Karna gibt es eine Gemeinschaft von Ordensschwestern die ein Bildungshaus und eine Krankenstation betreiben. Außerdem unterhält die Gemeinde in Karna eine Grundschule.
Die Fransalianische Mission in Ngaoundéré, im Land der Lamidos, ist wahrhaft eine Mission voller Herausforderungen und Möglichkeiten. Die Mission ist gewiss gut ausbalanciert im Hinblick auf stetiges Wachstum und Entwicklung.
Meine lieben Mitbrüder, liebe Freunde der Fransalianer,
Weihnachten ist ein Familienfest. Die eigentliche Vorstellung von „Familie“ ist eng verbunden mit einer Reihe von förderlichen Idealen wie Solidarität, gegenseitiger Akzeptanz, Zuversicht und Vertrauen in den Nächsten, gegenseitiger Fürsorge, Wärme und Brüderlichkeit, die zu der freudvollen Erfahrung von Einheit, Vollständigkeit, Miteinander und Harmonie führen. Weihnachten wie wir es feiern, stellt das erhabene Mysterium der Geburt Jesu, durch die Gott Mensch wurde und unter uns weilte, in den Mittelpunkt. Das Geheimnis der Menschwerdung Gottes zeigt uns die ewige Wahrheit auf, dass Gott die ganze Schöpfung als „Familie Gottes“ vorgesehen hat.
Wir, die Fransalianer im Tschad und Kamerun, sind involviert, in das Streben Afrikas nach Einheit, Harmonie und Frieden. Wir glauben fest daran, dass eine wirkliche und komplette Evangelisierung Afrikas nur durch die „ganzheitliche Entwicklung des Menschen - die Entwicklung jeder Person und der ganzen Person, vor allem aus den ärmsten und am meisten vernachlässigten Gemeinschaften“ – möglich sein wird.
Wir, die Fransalianer im Tschad und Kamerun, sind zur Zeit eine Familie von 8 Priestern, 6 Theologiestudenten aus Indien, 2 Philosophiestudenten, 2 Pränovizen und 2 Postulanten aus Afrika. Wir danken Gott für das Geschenk unserer beiden Neuprofessen – Bruder Emile Amougou und Bruder Alphonse Malonga – die „ersten Früchte“ aus diesem Teil Afrikas, die ihr Erstes Gelübde am 16 Juli 2004 in Kibaha, Tansania, abgelegt haben und unserer Gemeinschaft in Yaounde beigetreten sind, um ihre religiöse und priesterliche Ausbildung weiterzuführen.
Die vier uns anvertrauten Gemeinden in Doba und Ngaoundere, nämlich Bero, Bini-Dang, Mbe-Karna und Berem verlangen sorgfältige Planung und couragierten Einsatz, sowohl in priesterlicher als auch in entwicklungspolitischer Hinsicht. Unser Dienst für die Studenten der Universität Ngaoundere fordert von uns spezielle Fähigkeiten wie geduldiges Zuhören, Erreichbarkeit und freundliche und zugleich sichere Beratung. Eine Gemeinschaft von Ordensschwestern der „Töchter des heiligen Franz von Sales“ hat sich uns angeschlossen, um mit uns, die uns anvertraute Aufgabe zu bewältigen.
Unsere Gemeinde in Yaounde ist eine Bildungsgemeinschaft. Mit der steigenden Zahl von Studenten – 6 Theologen und 4 Philosophen – ist ein eigenes Bildungshaus dringend notwendig geworden. Die Errichtung eines Bildungshauses in Ngoya in den Außenbezirken musste aus finanziellen Gründen verschoben werden. Im Vertrauen auf die Fürsorge Gottes und Ihre Großzügigkeit und Wohlwollen, liebe Freunde und Gönner, haben wir die Arbeit begonnen und hoffen auf ein baldiges Ende dieses Projektes. Im Namen der Fransalianischen Familie im Tschad, wünsche ich jedem einzelnen von Ihnen die Freuden und Segnungen des Weihnachtsfestes. Möge das Jahr 2005 für jeden von uns und die gesamte Menschheit ein Jahr voll Gnade und Hoffnung sein.
| Herzlichst Ihr Pater Dr. Thomas Cherukat, MSFS Mission Superior, Tschad-Kamerun Maison Pierre Mermier B.P. 185 (c. 287) Yaoundé, Cameroun E-mail : |
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« Vom Elend zum Wohlstand »
Wird der Traum für den Tschad wahr?
Am 12. November 2004 feiert die Fransalianische Mission im Tschad ihr fünfjähriges Jubiläum. Wir danken Gott für die zahlreichen Segnungen, die wir während der vergangenen fünf Jahre unserer missionarischen Bemühungen im Tschad empfangen haben. Unser tiefer Respekt und ganze Verehrung gilt den Pionieren der Mission. Mit großer Geduld und Hingabe haben sie ein wahrhaftig starkes Fundament für eine blühende Mission im Tschad gelegt. Wir danken auch für die Unterstützung und Ermutigung unserer Freunde, Wohltäter und Gönnern die wir bei der Durchführung dieser sehr fordernden Mission am äußersten Ende von Sub-Sahara-Afrika erfahren haben.
Der Tschad ist eines der ärmsten Länder der Welt und sehr abhängig von Landwirtschaft und Viehhaltung. Bürgerkrieg und Unruhen haben in den letzten 30 Jahren eine große Zahl an Menschenleben gefordert und beträchtlichen wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Die Größte Devisenquelle des Landes ist der Baumwollanbau im Süden und Südwesten. Das jährliche Einkommen pro Kopf beträgt ca. 200 US-Dollar. Nach dem „Human Development Index 2002“ gehört der Tschad zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Erde und belegt den 166. Platz unter 173 Nationen.
Der Öl-Boom
Am 10. Oktober 2003 ist der Tschad der Gemeinschaft der ölexportierenden Länder beigetreten und die Regierung verkündete eine blühende Zukunft für die verarmte Bevölkerung. Die Öl-Förderung läuft nun im Doba-Basin unter der Führung eines internationalen Konsortiums, bestehend aus ESSO, Chevron, Petronas und der Weltbank, auf vollen Touren. Eine 1070km lange, unterirdische Pipeline zum nächsten Seehafen Kiribi im benachbarten Kamerun wurde fertig gestellt. Am 3.Oktober 2003 wurden erstmals etwa 1 Million Barrel Öl von dort nach Übersee geschickt. Das 3.7 Milliarden teure „Tschad-Kamerun Pipeline Projekt“ ist das größte private Einzelprojekt in ganz Afrika. Laut dem Vertrag zwischen Exxon Mobil und der Regierung des Tschad, wird der Tschad in den nächsten 25 Jahren 12,5 Prozent des Erlöses, etwa 120 Millionen US Dollar, erhalten.
Mehr als 80 Prozent diese Geldes sollen auf ein kontrolliertes Konto in London überwiesen werden und für Gesundheits-, Erziehungs- und andere Infrastrukturprojekte verwendet werden. Weitere 5 Prozent sollen an die Bewohner des ölreichen Doba-Basin gehen. Lokale und internationale Kritiker sind jedoch besorgt, dass ein Großteil des Erlöses aus dem Ölboom von einer skrupellosen und korrupten öffentlichen Verwaltungsmaschinerie veruntreut werden könnte. Die Weltbank aber betont, dass die Ölerlöse des Tschad unmittelbar der Bevölkerung zu Gute kommen werden.
Die Ölfirmen kaufen das Land von den Bewohnern, die den Kauferlös oft durch Alkoholismus und die sozialen Folgen verlieren, und so tiefer und tiefer in Armut, Entbehrung und Verlust moralischer Werte abdriften. Zudem bestehen zahlreiche ökologische Probleme in Verbindung mit dem Öl-Projekt. Sowohl kirchliche als auch unabhängige Organisationen kämpfen an vorderster Front für die Rechte der Armen und den Schutz der Umwelt.
Die Fransalianische Mission BERO liegt unmittelbar im Zentrum des ölreichen Doba-Basin. Seit die Aktivitäten im Rahmen der Ölförderung zugenommen haben, werden die Missionare mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert, die das tägliche Leben der Bevölkerung beeinflussen. Die Mehrzahl der Menschen lebt in erbärmlicher Armut. Durch Analphabetismus, Unwissenheit und Krankheiten bleibt ihnen der Nutzen der neu gefundenen Möglichkeiten ihres Heimatlandes verwehrt. Der Zustrom von „ausländischen Arbeitern“ in die Region, verschärft die ethnischen Spannungen in einer ohnehin unberechenbaren Situation.
Aus den genannten Gründen bemühen sich die Missionare vor allem um ein Bildungsprogramm für die gesamte Bevölkerung und die Gesundheitsversorgung. Dabei bereitet ihnen vor allem das Fehlen selbst einfacher Infrastruktur und der Mangel an qualifiziertem Personal weiterhin Probleme. In den letzten Monaten haben die Fransalianer in Bero eine Armenklinik und eine Gemeindeschule mit begeisterter Unterstützung und Mitarbeit der Bevölkerung eröffnet. Allerdings benötigt das Projekt auch Unterstützung von Außenstehenden. Die Menschen von Bero sind voller Hoffnung, dass sich ihr Leben zum Besseren verändern wird - vom Elend zum Wohlstand -! Wird dies trotz allem ein Wunschtraum bleiben? Die Bevölkerung des Tschad braucht sicher die Unterstützung aller Menschen mit guten Absichten. Vielleicht können auch Sie mithelfen, den Traum des Tschad Wirklichkeit werden zu lassen.
Möchten Sie ein Freund Afrikas werden?
Möchten sie ein Freund Afrikas und der Fransalianer im Tschad und Kamerun sein und zudem ein Partner in der Entwicklung Afrikas? Wir, die Fransalianer, sind überzeugte Diener der Menschen in Afrika. Was wir dazu brauchen sind Freunde, Wohltäter und Gönner aus aller Welt, die uns von ganzem Herzen mit spiritueller und auch finanzieller Hilfe beistehen.Es gibt eine Vielzahl von Wegen unsere Arbeit zu unterstützen.
- Werden sie Vollmitglied der Fransalianer-Gemeinschaft von Laien- Mitarbeitern, bekannt als „Freunde des heiligen Franz von Sales“. Das Hauptziel der Spiritualität ist es, die Geistlichkeit des heiligen Franz von Sales, dem Patron der Fransalianer, zu leben und als enger Mitarbeiter die Fransalianischen Missionen auf der ganzen Welt zu unterstützen. Die Fransalianer ihrerseits bleiben mit den Mitgliedern der Gemeinschaft vor allem durch das tägliche Gebet und heilige Messen in spiritueller Verbindung.
- Ermöglichen sie durch ihre finanzielle Unterstützung einigen der ärmsten und bedürftigsten Kinder in den Dörfern des Tschad und den Fransalianischen Missionen von Nord-Kamerun den Besuch einer Schule.
- Schenken sie durch die finanzielle Unterstützung einer Operation behinderten Kindern in den Dörfern von Bero und Nord-Kamerun die Chance auf ein normales Leben.
- Ermöglichen Sie durch Ihre finanzielle Hilfe den Dorfbewohnern von Bero und anderswo die Reinigung und Sicherung der Trinkwasserbrunnen.
- Ermöglichen Sie durch Ihre Spende den Kauf der nötigsten und lebensrettenden Medikamente für die Menschen von Bero und unterstützen Sie so die neu eröffnete Armenklinik.
- Tragen Sie zur Einrichtung und Erhaltung von Schulen in den Gemeinden der Bero-Mission bei.
- Helfen Sie mit Ihrer Spende bei der Errichtung einfacher Infrastruktur in Bero, wie z.B. eine Mehrzweckhalle, Schlafsäle oder ein Gemeindehaus, oder beim Erwerb von Unterrichtsmaterial für die Bildung von Jugendlichen und Erwachsenen.
- Tragen Sie zu unserem „Missions-Unterstützungs-Fond“ bei, indem Sie einen Seminaristen in Philosophie oder Theologie, oder einen Pränovizen unterstützen.
- Senden Sie Mess-Anfragen zu den Missionaren im Tschad und Kamerun
- Spenden Sie für die Anschaffung von Fahrzeugen für unsere Missionen in Tschad und Kamerun
- Spenden Sie für die Errichtung eines Fransalianischen Bildungshauses in Yaounde, Kamerun
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TSCHAD-KAMERUN MISSION
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BLZ 750 90 300
Aufrichtige Dankbarkeit, herzliche Glückwünsche und ein herzliches Willkommen
Wir möchten unseren lieben Mitbrüdern Pater Jose Puthiaparampil und Pater Regi Narikunnel für Ihre harte Arbeit und den selbstlosen Dienst für die Entwicklung der Tschad-Mission unsere tiefe Dankbarkeit entgegenbringen.
Pater Jose Puthiaparampil diente der Fransalianischen Mission im Tschad fünf Jahre lang als einer der Pioniere in Maybombay und Bero. Pater Jose wird von nun an ein zweijähriges Master-Programm in pastoralen und katechetischen Studien im Lumen Vitae Institut in Brüssel, das zur Katholischen Universität von Louvain in Belgien gehört, absolvieren. Wir wünschen Ihm dabei viel Erfolg.
Pater Regi Narikunnel diente der Tschad-Kamerun-Mission drei Jahre lang und hat dabei viel zur Entwicklung der Tschad Mission beigetragen, vor allem als Gründungsmitglied der Fransalianischen Mission in Bero. Er hat nun eine neue Aufgabe als Erziehungs-Apostolat in Karnataka, Indien übernommen. Wir wünschen ihm ein Amt voller Freude.
Unseren ganz besonderen Glückwunsch sprechen wir Pater Binoy Kidangathkarot aus, der von seiner Exzellenz Monsignore Joseph Djida von Ngaoundere zum bischöflichen Vikar ernannt wurde. Pater Binoy ist der Vorsitzende der Fransalianischen Gemeinde in Ngaoundere und zudem der Gemeindepriester von Bini-Dang und der Kaplan der Studentengemeinde der Universität. Für seinen neuen Verantwortungsbereich wünschen wir ihm das Allerbeste.
Weiterhin möchten wir unsere neuen Theologiestudenten herzlich willkommen heißen: Bruder M. Periyanayagam und Bruder Gijo Panamattahil sind am 20. Mai 2004 in Yaounde angekommen. Nach einem kurzen Aufenthalt im Tschad, absolvieren sie nun ihr erstes Jahr in Theologie in Ngoya, Yaounde. Wir wünschen ihnen für ihr Studium alles Gute und ein angenehmes Einleben in die afrikanische Kultur.
Unsere herzlichsten Glückwünsche richten wir an unsere „Neuprofessen“ Bruder Emile Amougou und Alphonse Malonga, die am 16. Juli 2004 ihr Erstes Gelübde abgelegt haben. Sie werden jetzt ihr philosophisches Studium in Nkolbisson, Yaounde, aufnehmen. Wir heißen sie in der Fransalianischen Familie des Tschad und Kamerun herzlich willkommen und wünschen ihnen Gottes Segen für ihre weitere Bildung auf dem Fransalianischen Lebensweg.
Meine lieben Mitbrüder und lieben Freunde der Fransalianer,
ich wünsche jedem von Ihnen die Freude und den Frieden des Auferstandenen.
Ostern ist eine fortdauernde Erfahrung in der Kirche, da der Herr weiterhin Seinen Geist auf seine Auserwählten ausgießt. Lasst den Geist Gottes auf jeden von uns herabkommen und uns auf unserem Glaubensweg führen. Möge die verwandelnde Kraft des Geistes uns helfen, uns in unserer Bindung an die Aufgabe, die uns der auferstandene Herr anvertraut hat, zu erneuern. Für die Fransalianer im Tschad und in Nord-Kamerun ist die Herausforderung der Evangelisierung ganz real.
Die Mitbrüder machen die tägliche Erfahrung einer verwandelnden Begegnung mit dem Auferstandenen, weil sie sich auf ein Abenteuer im Glauben einlassen, indem sie die äußerst schwierige Aufgabe der „ersten Gospelverkündigung“ auf sich genommen haben. Während der letzten Monate hat die Mission viele Ereignisse und Erfahrungen von großer Bedeutung gemacht.Im Februar kam die ganze Gemeinschaft der Fransalianer desTschad und Kamerun zur jährlichen Exerzitien in Ngaoundere zusammen.Geleitet wurde die Exerzitien von Pater Jean-Paul Fournier, dem Provinzial der Französisch-Schweizerischen Provinz, der den Teilnehmern bei ihrem tieferen Eintauchen in die Reichtümer unserer Tradition und väterlichen Erbe, der Spiritualität von Hl.Franz von Sales, behilflich war. Die Anwesenheit von Pater Jose Parappillil, unserem Provinzial, war ebenso ermutigend wie bereichernd. Die Gemeinde freute sich mit zweien unserer Priesteramtskandidaten - Manoj Arackal und Shibu Keerappel - als diese am 15.Februar in der Universitätskirche in Ngaoundere während einer eindrucksvollen Zeremonie, der viele Universitätsstudenten beiwohnten, ihr Ewigen Gelübde abgelegten. Die Fransalianer erwiesen Mutter M. Corrada, der Generaloberin, und Schwester J. Marykutty, der Regionaloberin der DSFS, einen herzlichen Empfang, als sie die Mission im Februar besuchten.
Die Bero Mission im Tschad feierte am 8. Februar 2004 ihren ersten Jahrestag und das Patrozinium mit großer Begeisterung und Fröhlichkeit. Die Fransalianergruppe in Bero hat in enger Zusammenarbeit mit der DSFS-Schwestern-Gemeinschaft eine intensive apostolische Tätigkeit in Gang gesetzt, indem sie mit großer Demut eine Vielfalt von sozio-pastoralen Aufgaben in Angriff genommen haben. Eine Gruppe von drei Fransalianern in Ngaoundere hat die volle Verantwortung für drei Pfarrgemeinden übernommen: Die Universitätsgemeinde von Bini-Dang, Ngaoundere, und die ländlichen Gemeinden von Berem und Karna-Mbe. Die Gruppe hat die zusätzliche Verantwortung für den Pastoraldienst für die mehr als 2000 katholischen Studenten der nahegelegenen Unversität.Maison Pierre Mermier in Yaoundé, bisher nur eine Übergangsbehausung, wurde in ein vollwertiges Haus umgewandelt, in dem unsere vier Theologen und zwei Postulanten wohnen. Wir freuen uns und danken Gott für die gute Nachricht, dass ein weiterer junger Priester, Fr. A. C. Arokianathan, und vier weitere Priesteramtskandidaten von Indien - die Brüder Gijo Panamattathil, M. Periyanayagam, Boban Elanjimattathil und Giridhari Lakra - bald bei uns eintreten werden. Wir erwarten gespannt ihre Ankunft und schicken jedem von ihnen schon jetzt ein herzliches Willkommen entgegen.
Wir danken Gott für das Geschenk Seines Geistes. Der Heilige Geist ist das Mittel und das Ziel der Evangelisierung. Es ist dieser Geist, der das Gesicht der Erde erneuert und eine neue Schöpfung und eine neue Menschheit einleitet. Wir danken Gott für jeden von Ihnen, liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter/innen. Wir danken für Ihre Gebete, Ihre Unterstützung und Ihren Einsatz. Möge der Geist Gottes uns mit einem starken Band brüderlicher Zuneigung und Freude verbinden, indem wir uns weiterhin in den Dienst Gottes stellen.
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Herzlichst
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Bero Mission: Eine pastorale Plannung zur integrierten Entwicklung
Die Pfarrei von Bero, die der Hl. Josephine Bakhita geweiht ist, ist die zehnte Gemeinde der Diözese von Doba in Tschad. Sie umfasst eine Bevölkerung von ungefähr 14000 Menschen, von denen 2250 Katholiken und 800 Katechumen (die sich auf die Taufe vorbereiten) sind und die sich auf 30 Dörfer verteilen. Eine Gruppe von vier Ordensschwestern aus Indien, die zur Kongregation der Töchter des Hl. Franz von Sales gehören, ist dieser Mission beigetreten, um mit den Fransalianern zusammenzuarbeiten. Die Schwestern kamen im September 2003 in der Bero Mission an. Die Christianisierung im Tschad ist noch sehr jung. Die erste Taufe im Tschad fand erst 1931 statt. Eine große Zahl von Interessierten im Land wartet immer noch auf die erste Ankündigung des Evangeliums. Außerdem muss noch viel Arbeit für die Weiterbildung der bereits Getauften getan werden. Die Bero Mission als ein integrierter Teil des Diözesan-Pastoral-Projekts hat die Zielsetzung und eine klare Vorstellung davon, wie sie aus der örtlichen Kirche eine gänzlich von Einheimischen, von Selbstvertrauen und Selbstbestimmung getragene Gemeinschaft machen will. Solch ein Ziel ist nur in einem mühsamen Prozess erreichbar, in dem die Gläubigen in eine Kirchenfamilie umgeformt werden, in eine Kirche in Gemeinschaft mit Gott und mit der gesamten menschlichen Gemeinschaft. Die Pfarrei wird als eine Gemeinschaft der Gemeinden gesehen, als Gemeinschaft aller Gemeinden, die in jedem Dorf existieren, wo Priester, Schwestern und Freiwilligen und Ehrenamtilichen Laien das Evangelium verkünden und das Wachstum des Glaubens nähren und erhalten. Gestärkt durch das Wort und die Sakramente fördern sie und nehmen sie aktiv Teil an der Entwicklung der Leute und an ihren Lebensbedingungen. Das Missionsteam in Bero hat die Vision einer örtliche Kirche, die missionarisch und prophetisch ist, eine Kirche, die sich mit der Welt verbündet, um die Evangeliumsschätze der Liebe, der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit zu unterstützen.
Die MSFS Team in Bero, P. Jose Puthiaparambil, P. Regi Narikunnel und P. Saji Vadakkedath, hat ein zweifaches Apostolat: den Pastoraldienst und die soziale Entwicklung. Die momentane Herausforderung ist jedoch die riesige Aufgabe, Christengemeinden zu bilden, ihren Glauben und ihre Bekennung zu christlichen Werten zu vertiefen. Der Mission fehlt immer noch von die Basis-Infrastruktur. Die Sonntagsmesse wird unter den Mangobäumen abgehalten. Ein Gemeindezentrum für die Laien mit einem multifunktionalen Raum und anderen Einrichtungen muss schnellstens errichtet werden. Die drei MSFS Priester und die vier DSFS Schwestern in Bero arbeiten mit den Laien zusammen. Die Gemeinde ist in Sektoren aufgeteilt. Jede Sektor umfasst 8 bis 10 Dörfer und verfügt über einen Hauptkatechet. Jedes Dorf hat einen Gruppenleiter. Die Hauptkatecheten und die Gruppenleiter repräsentieren eine „Arbeitsgruppe“ und sind eine Hoffnung für die Evangelisierung und die soziale Entwicklung. In enger Zusammenarbeit mit den Katecheten und Gruppenleiter kann das Missionsteam in Bero das Apostolat intensivieren und eine Christengemeinschaft bilden, die gefestigt im Glauben ist, verantwortungsbewusst und lebendig in ihrem täglichen Zeugnis und somit sich in der Entwicklung der gesamten Person engagiert.
Dankbarkeit und Gute Wünsche
Die Südwestprovinz in Indien ist einer Einladung der Mutterprovinz in Frankreich gefolgt, nach der die Mitbrüder aus Indien die Gemeinschaften in Frankreich stärken und mit den Mitbrüdern dort im geistlichen Amt zusammenarbeiten sollen. P. Viju Kunnathottel wurde ab März 2004 in die MSFS Gemeinschaft in Ville-la-Grand in der Nähe von Annecy, Frankreich bestellt. P. Viju war einer der ersten Fransalianer in Ngaoundere in Nordkamerun. Nach zwei Jahren harter Arbeit in der Tschad-Kamerun Mission wurde er zum Dienst in der Mutterprovinz berufen. Wir bekunden P. Viju unsere tiefe Dankbarkeit für den hervorragenden Dienst, den er der Tschad-Kamerun Mission erwiesen hat und wünschen ihm in seinem neuen Amt viel Freude und gutes Gelingen.
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Ngaoundere Mission: Dienst an der Jugend
Die Universitätsgemeinde von Bini-Dang und die zwei ländlichen Pfarrgemeinden von Berem und Karna-Mbe sind den Fransalianern vom Bischof von Ngaoundere anvertraut. P. Binoy Kidangathkarot ist sowohl der Pfarrer von Bini-Dang und Berem als auch Kaplan für die Universitätsstudenten und wird von P. Joshy Nellimalamattam unterstützt. P. Jaison Pezhathinal soll im Juni 2004 der Gemeinde als Mitglied des Pastoralteams in Bini-Dang beitreten und nebenbei das Amt des Pfarrers von Karna-Mbe übernehmen.
Eine Gruppe von drei DSFS Schwestern wird im September von der Bini-Dang Mission erwartet, um mit den Fransalianern als Partner im Apostolat zusammenzuarbeiten, erfüllt vom Geist des Hl. Franz von Sales.
Yaounde: Priesterausbildung für die Mission
Die Kommunität im Maison Pierre Mermier in Yaounde umfasst im Moment 3 Priester, 4 Theologiestudenten und zwei Postulanten. Pater Martin Richard leistet regelmäßig Pastoraldienst in der nahe gelegenen Gemeinde von Nkolbisson. Daneben ist er für die Zusammenführung der Postulanten verantwortlich. Das Projekt für ein Priesterseminar in Ngoya verzögert sich wegen Geldmangels. Zwei weitere Theologiestudenten aus Indien und drei Postulanten werden der Gemeinschaft in Yaounde im Oktober 2004 beitreten.
Meine lieben Mitbrüder, liebe Freunde der Fransalianer,
Weihnachten ist im Grunde die Feier des Lebens. Es ist das Fest der immerwährenden Liebe Gottes zu allen Menschen, eine aufmunternde Botschaft an die Welt, dass Gott der Menschen nie überdrüssig wird. Die Botschaft und die Bedeutung von Weihnachten gipfeln in Jesu eigenen Worten: „Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Johannes 10.10).
Der Afrikanische Kontinent ist oft als Wiege der Menschheit beschrieben, der Wohnsitz des prähistorischen Menschen. Und dennoch ist es Afrika, das mit die schlimmsten Formen des Verbrechens gegen die Menschlichkeit erfahren musste, die durch Menschen hervorgerufene Unmenschlichkeit gegen die Menschen. Ein Kontinent, der unter dem Gewicht der unmenschlichsten Behandlung taumelt, die den Menschen sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart zugefügt wird, hört nicht auf „ nach einem Leben in Überfluss“ zu schreien, das von Jesus versprochen worden ist.
Die Kirche von Afrika ist aufgerufen, ihr Engagement zu erneuern, „die Herausforderung anzunehmen, Heilsinstrument in jeder Situation für die Menschen in Afrika zu sein“ und „ihre prophetische Rolle auszuüben und die Stimme der Stimmenlosen zu sein, so dass überall die Würde eines jeden einzelnen Menschen anerkannt wird“ (EA 70).
Wir, die Missionare des Hl. Franz von Sales im Tschad und in Kamerun, sind entschlossen, tätig mitzuarbeiten an der „Erneuerung Afrikas“. Wir sind nun seit vier Jahren im Tschad und seit drei Jahren in Kamerun. In der Tat ist dies ein kurzer Zeitraum für Frontier Mission voller Herausforderungen und voll von Ungewissheit. Die neu eingerichtete Mission in Bero (Tschad) lief sehr gut mit drei jungen Mitbrüder an. Sie nehmen eine Vielzahl von Diensten in Angriff und befassen sich sowohl mit der geistlichen als auch mit der materiellen Entwicklung der Menschen, die ihnen anvertraut sind. In Ngaoundere (im Norden Kameruns) engagiert sich eine neue Gruppe der Missionare des Hl. Franz von Sales in einem vielfältigen Apostolat, in dem sie zum einen für eine große Anzahl von Menschen in zwei Pfarreien in Bini-Dang und Berem sorgt, und andererseits Hunderten von Studenten, die die nahegelegene Universität besuchen, als Priester versorgen. Unsere Gemeinschaft in Yaounde ist ein „volles Haus“ mit zehn Ordensmitgliedern einschließlich vier Kandidaten aus Indien, die das erste Jahr ihres Theologiestudiums absolvieren, und zwei Postulanten aus Kamerun im ersten Jahr ihres Philosophiestudiums und ein Aspirant aus dem Congo.
Die Anzahl der Missionare des Hl. Franz von Sales, die in dieser Mission arbeiten, nimmt stetig zu. Zur Zeit sind wir elf Priester und vier Kandidaten aus Indien. Zwei weitere Kandidaten aus Indien werden sehnsüchtig bis spätestens April 2004 erwartet. Die beiden ersten afrikanischen Kandidaten für diese Mission verbringen derzeit in Tansania ihr Novizenjahr. Wir danken Gott für die wunderbaren Wege seiner Vorsehung und Sorge für diese Mission. Wir erkennen voller Dankbarkeit die Unterstützung und das Engagement an, die wir von jedem von Ihnen empfangen -von unseren Mitbrüdern, Freunden, Wohltätern und Gönnern aus allen unterschiedlichen Teilen dieser Welt. Wir, die Missionare des Hl. Franz von Sales im Tschad und in Kamerun, wünschen Ihnen allen die Freude und den Segen von Weihnachten. Möge das neue Jahr 2004 für uns alle ein Gnadenjahr sein, erneuert mit „einem Leben in Einheit mit Gott“, dass wir wirklich mit anderen in Verbindung sind und mit ihnen die lebensspendende Kraft teilen, die von IHM kommt, der kam, uns ein Leben in Fülle zu schenken.
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Pater Thomas Cherukat, MSFS |
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EIN HERZLICHER WILLKOMMENGRUSS ALLEN NEUANKÖMMLINGEN AUS INDIEN
P. Johny Cheruvil, der neugeweihte Priester, und zwei Kandidaten, Scaria Kannezhath und T. Paul Raj, kamen am 26. September 2003 in Yaounde, Kamerun, an. P. Johny ist in unsere Gemeinschaft in Bero, Tschad, eingetreten, um erste Erfahrungen in der Mission und im Dienst in der Diözese Doba zu sammeln. Die Brüder Scaria und Paul Raj verbringen das erste Jahr ihres Theologiestudiums am St. Cyprian Institute in Ngoya, Yaounde. Die Missionare des Hl. Franz von Sales begrüßen Sie ganz herzlich in der „Familie der Fransalianer“ in Afrika.
HERZLICH WILKOMMEN
Ein Gruppe von „sieben Schwestern“ aus Indien, die der Kongregation der Töchter des Hl. Franz von Sales angehören, erreichten am 22,. August 2003 Yaounde, Kamerun. Vier von Ihnen kamen in die Bero-Mission nach Doba, Tschad, um mit den Missionaren des Hl. Franz von Sales zusammenzuarbeiten, drei andere bilden eine Gruppe in Ngaoundere, Nordkamerun, um pastoralen Dienst in der Diözese zu leisten. Frontmission heißt die Schwestern (DSFS), unsere Mitarbeiterinnen und Partnerinnen im apostolischen Dienst in der gleichen Salesianischen Spiritualität und dem gleichen Erbe, herzlich willkommen.
EINE DRINGENDE BITTE
Für das neue Jahr 2004 haben wir viele Projekte in unseren Zentren geplant. Wir können sie nicht ohne Ihre Hilfe durchführen. Die wichtigsten Projekte stellen wir Ihnen hier vor.
Ein Bildungshaus in Ngoya, Yaounde, Kamerun
Die Förderung von einheimischen Berufungen ist eines unserer vorrangigen Vorhaben. Zunächst haben wir zwei Novizen, zwei Postulanten und einen Aspiranten aus Kamerun und dem Kongo. Weit mehr möchten Missionare des Hl. Franz von Sales werden. Leider haben wir nicht die Einrichtungen, sie alle aufzunehmen. Wir leben immer noch in einem gemieteten Haus. Die Kongregation in Indien hat den Entschluss gefasst, regelmäßig einige Kandidaten aus Indien in die Mission zu schicken. Deshalb ist ein Bildungshaus für die steigende Anzahl von jungen Studenten von vorrangiger Bedeutung. Yaounde, die Hauptstadt von Kamerun, bietet hervorragende Möglichkeiten für die zukünftige Bildung von MSFS. Die Kongregation hat dafür ein etwas mehr als drei Hektar großes Grundstück erworben, das in der Umgebung der Stadt Yaounde und in unmittelbarer Nähe des St. Cyprian Institute of Theology in Ngoya liegt. Das Projekt ist verzögert, weil nicht genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Wir freuen uns auf eine positive Antwort von Spendern und großzügige finanzielle Gaben unsere Freunde und Wohltäter, zur schnellen Durchführung des Projektes.
Soziopastorales Bildungszentrum in Bero, Tschad
Die neuerrichtete Missionsstation in Bero, Tschad, hat noch keine grundlegende Infrastruktur. Die sonntägliche Messfeier findet unter einem Mangobaum statt! Das Missionsteam in Bero hat ein Gesamtprojekt für pastorale Bildung sowie für sozialwirtschaftliche Ausbildung der Menschen in Bero vorbereitet.
Gemäß Diözesanplan haben die Mitbrüder in Bero eine Anzahl von Bildungsprogrammen für die Menschen begonnen. Die Mission ist in Bereiche unterteilt, von denen jeder 8-10 Dörfer umfasst. Es sind drei solcher Bereiche in dieser Mission. Tagungen, Seminare und Kurse müssen für die Förderung der gesamten ansässigen Bevölkerung organisiert werden. Die regelmäßigen Treffen der Katechisten, der Pfarrgemeinderatsmitglieder und eine Anzahl von Ausschüssen, wie der Ausschuss für gesellschaftliche Entwicklung, für Gerechtigkeit und Frieden und der Erziehungsausschuss treffen sich in der Missionszentrale in Bero. Dafür brauchen wir eine «Mehrzweckhalle».
Neben dem Projekt „ Mehrzweckhalle“ benötigt die Mission ganz dringend ein Wohnheim für Menschen, die aus weitentfernten Dörfern anreisen, um an den Bildungsprogrammen teilzunehmen. Für dieses Heim sind fünf Räume geplant, in denen 30 Personen gleichzeitig bleiben können. Zusätzlich müssen wir eine Küche, einen Speisesaal und eine Toilettenanlage für die Menschen bauen. Es ist zudem der Bau eines Pfarrbüros vorgesehen.
Ein Fahrzeug für die Missionare in Nordkamerun
Unsere Mission in Ngaoundere liegt ungefähr 1000 Kilometer nördlich von Yaounde und 500 Kilometer von Bero entfernt. Wegen der großen Entfernung und der schlechten Straßenverhältnisse benötigt die Mission dringend ein gutes Fahrzeug. Es wird so eine bessere Koordination unserer Arbeit in den drei Zentren gewährleistet.
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Positive Werte in der afrikanischen Kultur
„Obwohl Afrika überreich ist an Bodenschätzen, ist es wirtschaftlich arm. Gleichzeitig ist es ausgestattet mit einer Fülle von kulturellen Werten und unbezahlbaren menschlichen Eigenschaften, die es den Kirchen und der Menschheit überhaupt anbieten kann … Afrikaner besitzen einen tiefen religiösen Sinn, einen Sinn für das Heilige, für die Existenz des Schöpfergottes und einer geistlichen Welt. Die Realität der Sünde in ihren persönlichen und gesellschaftlichen Erscheinungsformen ist im Bewusstein dieser Menschen sehr stark verankert, ebenso wie die Notwindigkeit der Riten für Reinigung und für Buße.
In der afrikanischen Kultur und Tradition spielt die Familie eine wesentliche Rolle. Offen für diesen Sinn für Familie, für Liebe und Achtung des Lebens, lieben die Afrikaner Kinder, die voller Freude als Geschenke Gottes angenommen werden. Die Söhne und Töchter Afrikas lieben das Leben. Es ist genau die Liebe zum Leben, die sie anleitet, die Ehrfurcht vor den Vorfahren für wichtig zu erachten. Sie glauben in ihrem Inneren, dass die Toten weiterleben und mit ihnen in Verbindung bleiben.
Die Menschen in Afrika respektieren das Leben, das empfangen und geboren wurde. Sie erfreuen sich an diesem Leben. Sie weisen den Gedanken daran zurück, dass es vernichtet werden könnte. Afrikaner zeigen ihren Respekt vor dem menschlichen Leben bis zu dessen natürlichen Ende, sie behalten ihre alten Eltern und Verwandte in ihren Familien.
Die afrikanischen Kulturen haben einen ausgeprägten Sinn für Solidarität und Leben in der Gemeinschaft. In Afrika ist es undenkbar, dass zu einem Fest nicht das ganze Dorf eingeladen ist. Tatsächlich offenbahrt sich Gemeinschaftsleben in der afrikanischen Gesellschaft in der Großfamilie“ ( EA 42, 43).
„ Ein bedeutendes afrikanisches Sprichwort sagt: Ich bin, weil wir sind; wir sind, weil ich bin. Eine geringfügig abgeänderte Version sagt: „ Ich bin, weil wir sind; und da wir sind, deshalb bin ich. Dies ist die Grundlage afrikanischer Weltanschauung und Verständnis für die menschliche Natur. Was auch immer dem Einzelnen zustößt, trifft die ganze Gemeinschaft, und was immer die Gemeinschaft erfährt, trifft den Einzelnen“ (Healy J & Donald Sybertz, Towards an African Narrative Theology)
