Grüße aus Rom

Liebe Freunde der Fransalianer,
herzliche Grüße und gute Wünsche euch allen aus der Missionsprokur in Rom. Dieses Missionsbüro wurde am 15. November 2013 gegründet. Am ersten Jahrestag der Gründung möchte ich euch voll Freude und Dankbarkeit grüßen. Gleichzeitig wünsche ich jedem von euch eine gnadenreiche Adventszeit, frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr. Das Weihnachtsfest erinnert uns daran, dass Gott auf der Seite der Armen ist. Jesus wurde arm geboren und wuchs in einer armen Familie auf. Er ging umher, indem er allen Gutes tat, besonders den Ärmsten der Armen. Er heilte die Kranken, verkehrte mit Sündern und Ausgestoßenen. Er stellte die Mächtigen in Frage und verteidigte die Schwachen und Aufgegebenen. Er gab sein Leben als Lösegeld für viele, indem er am Kreuz starb, um wieder zum Leben zu erstehen. Weihnachten ist deswegen eine große Herausforderung an uns alle. Es ist eine Herausforderung, wie Jesus zu leben, wie Jesus zu denken und wie Jesus zu handeln. Wir müssen uns nach den Armen ausstrecken, um ihnen Leben zu geben, damit sie von allen Formen der Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit befreit werden können.
„Um einen Lebensstil vertreten zu können, der die anderen ausschließt, oder um sich für dieses egoistische Ideal begeistern zu können, hat sich eine Globalisierung der Gleichgültigkeit entwickelt. Fast ohne es zu merken, werden wir unfähig, Mitleid zu empfinden gegenüber dem schmerzvollen Aufschrei der anderen, wir weinen nicht mehr angesichts des Dramas der anderen, noch sind wir daran interessiert, uns um sie zu kümmern, als sei all das eine uns fern liegende Verantwortung, die uns nichts angeht. Die Kultur des Wohlstands betäubt uns, und wir verlieren die Ruhe, wenn der Markt etwas anbietet, was wir noch nicht gekauft haben, während alle diese wegen fehlender Möglichkeiten unterdrückten Leben uns wie ein bloßes Schauspiel erscheinen, das uns in keiner Weise erschüttert“. (Papst Franziskus, EG, 54).
Wir, die Missionare des hl. Franz von Sales, sind gerade ins 177. Jahr unseres Bestehens eingetreten. Das Jahr 2015 wurde für die ganze Kongregation zum „Jahr der Mission“ erklärt. Wir haben jetzt 400 Mitglieder, die in 26 Ländern arbeiten, einschließlich der neun Länder in Afrika. Ich möchte gerne einige unserer unmittelbaren Nöte in den Missionen mit euch teilen, besonders die im Tschad und in Kamerun.
Adoption aus der Ferne
Ein Programm für „Adoption aus der Ferne“ wurde in einem geringen Umfang bereits ins Leben gerufen. Ich danke all jenen, die an diesem Programm teilnehmen und ihre regelmäßigen Beiträge bezahlen. Das Missionsbüro in Rom koordiniert nun dieses Programm. Wir halten Ausschau nach Spendern, so dass wir viel mehr Kinder in Asien und Afrika erreichen können, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Außerdem wollen wir unser Programm auf alle unsere Missionen in der Welt ausdehnen. Ihr könnt ein Kind in Afrika oder Asien unterstützen, indem ihr euch bereit erklärt, monatlich den kleinen Beitrag von 10 Euro (nur 10 Euro!) zu leisten. Einzelheiten zu diesem Programm findet ihr im Internet unter www.agape-tschad-kamerun.de und www.amisales.org. oder über E-mail an
Internate für völlig verarmte, verlassene Kinder
Neben den beiden Jungen-Internaten in Bero und Doba im Tschad leitet die Kongregation eine Anzahl von Heimen für völlig verarmte Kinder ohne jegliche Geborgenheit in Indien und verschiedenen Ländern Afrikas. Die Kosten, um diese Häuser zu führen und eine große Anzahl von Kindern zu unterrichten, sind wirklich riesig. Wir halten Ausschau nach großzügigen Spendern, die uns helfen, diese Häuser effektiver zu führen. Aus vielen unserer Missionen erreichen uns Hilferufe, noch mehr Heime für die armen und verlassenen Kinder zu errichten. Eure Beiträge für solch eine noble Sache sind sehr kostbar.
Versorgung mit sauberem Trinkwasser für Dörfer in Afrika
In den ländlichen Gegenden südlich der Sahara teilen Millionen von Menschen die Wasserquellen, aus denen sie sich täglich versorgen, mit den Tieren oder verlassen sich auf ungeschützte Brunnen, die Brutstätten für Krankheitserreger sind. Das Missionsbüro hat eine Reihe von Bewerbungen aus unseren Missionen in Afrika bekommen, die um finanzielle Hilfe zum Ausbau der sicheren Trinkwasserversorgung in den entlegenen Dörfern in Ländern wie Tschad und Tansania bitten. Euer Beitrag zugunsten des noblen Zweckes der Trinkwasserversorgung dieser Dörfer in Afrika ist hoch willkommen und sehr geschätzt.
Bildung
Die Kongregation hat ein großes Netzwerk von schulischen Einrichtungen, hauptsächlich in Indien und Afrika. Wir würden gerne einige weitere Schulen in unseren neu eröffneten Missionen errichten, wo solche Bildungseinrichtungen noch nicht zur Verfügung stehen. Wir sind euch dankbar und schätzen eure Großzügigkeit. Die beiden Schulen, die wir im Tschad führen, wachsen schnell. Die Mission plant nun, eine Schule in Ngaoundere im Norden von Kamerun zu eröffnen. Das ist eine kühne und riesige Investition, welche ganz sicher einer großen Anzahl von Kindern nützen wird, die keine andere Möglichkeit haben, eine gute Ausbildung zu bekommen. Eure großzügigen Spenden werden dringend erbeten.
Der Freundeskreis im Jubiläumsjahr
Am 10. November 2005 wurde der Verein „Freundeskreis der Missionare des Hl. Franz von Sales/Fransalianer e. V.“ in Mömbris gegründet. Deswegen ist 2015 ein Jubiläumsjahr für unseren Verein. Wir danken Gott für all die gute Arbeit, die wir während dieser vergangenen Jahre im Hinblick auf so viele bedürftige Menschen in den Missionen tun konnten. Ich bin den Gründungsmitgliedern wie auch dem gegenwärtigen Vorstand samt allen eingeschriebenen Mitgliedern überaus dankbar für ihr ernsthaftes Interesse, Gelder zugunsten unserer Missionen aufzubringen. Der Verein hat rund 50 eingeschriebene Mitglieder. Daneben gibt es etwa 150 regelmäßige Spender. Es wäre schön, wenn gerade im Jubiläumsjahr die Mitgliederzahl wie auch die Anzahl der regelmäßigen Spender wachsen würde. Herzlich willkommen denen, die uns die Hand reichen wollen für die edle Aufgabe, Bildung und Entwicklung in einige der am wenigsten entwickelten Regionen der Erde zu bringen. Mögen die Freude, der Friede und der Segen des Weihnachtsfestes mit uns allen sein – im neuen Jahr und in künftigen Jahren. Möge dieses Weihnachten uns darin bestärken, uns den Ärmsten der Armen zuzuwenden.
Herzliche Grüße, P. Thomas

Grüße aus dem Tschad und aus Kamerun

Liebe Freunde der Fransalianer,
Grüße von den Fransalianern aus der Tschad-Kamerun-Mission. Zuallererst möchte ich jedem von euch frohe Weihnachten und ein gesegnetes, gelingendes Neues Jahr wünschen. Weihnachten ist ein Fest großer Freude und Hoffnung für die Welt. Es ist ein Familienfest. Familienbande wie Solidarität, Brüderlichkeit, gegenseitige Annahme, bedingungslose und selbstlose Liebe, liebevolle Sorge und Aufmerksamkeit sind einige der Tugenden, die eine Familie in Einigkeit und Freude zusammenhalten.
Die Mission der Fransalianer im Tschad und in Kamerun ist gerade 15 Jahre alt geworden. Wir sind nun 42 Mitglieder einer Familie aus Missionaren: 16 Priester, 10 Philosophie- und Theologiestudenten, 2 Novizen, 6 Novizenanwärter und 8 Postulanten. Unsere beiden Missionen im Tschad und in Kamerun, nämlich Bero und Doba, machen sehr beachtliche Fortschritte. Die Doba Mission besteht nun aus einer großen Pfarrei mit einer Uni, einem Gymnasium und einem Heim für verlassene Kinder. Auch in Bero haben wir während der letzten paar Jahre eine Grundschule mit einem dazugehörigen Jungen-Internat gebaut und verschiedene zusätzliche Angebote zur Verfügung gestellt.
La Feuillette in Ngoya in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt von Jaounde ist wahrlich das „Mutterhaus“ der Tschad-Kamerun-Mission und spielt immer noch eine bedeutende Rolle in der Ausbildung einheimischer Berufungen.14 Priester sind aus diesem Haus hervorgegangen, die während der vergangenen 15 Jahre ihre theologische Ausbildung absolviert haben. Im Moment sind es 14 Seminaristen, die ausgebildet werden. Ekekam und Ebang sind zwei Missionen, die den Fransalianern in Zentralkamerun anvertraut wurden. Viel Arbeit wurde geleistet im Hinblick auf die innere Entwicklung dieser Missionen. In Ekeham wurden eine Dorfkapelle, eine Mehrzweckhalle und ein Pfarrhaus gebaut. Dazu kam während der letzten Jahre noch die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser für die Dorfbewohner durch eine Anzahl von Brunnen. Ekoumdoum, eine Mission in den Außenbezirken von Yaounde ist eine weitere blühende Mission. Die Einheimischen sind sehr erfinderisch und begeistert dabei, den Bau einer wunderschönen Pfarrkirche zu vollenden. Wir sind auch verantwortlich für zwei Studentengemeinden, eine in Ngaoundere in Nordkamerun und eine weitere in Buea im Südwesten von Kamerun. Unser Dienst an den Tausenden von Studenten an diesen beiden Universitäten verlangt besondere Fähigkeiten wie z. B. geduldiges Zuhören, frohes zur Verfügung stehen, zurückhaltende und brüderliche Beratung. Mbe-Karna und Berem sind zwei Missionen in Ngaoundere, in denen wir ein Projekt zur Gewinnung von sauberem Trinkwasser für die Dorfbewohner in die Wege geleitet haben.
Unsere jüngste Mission in Kokobouma im Südwesten von Kamerun steht gerade in einer großen Krise, da P. Mathew Kavithazha, der erste Missionar dort, eine schwere Malaria- und Typhusattacke hatte und nach Indien zurückkehren musste. Die Zukunft dieser Mission bleibt deshalb ungewiss. Als anstehende Unternehmungen sind zwei Schulen in der nahen Zukunft geplant, eine in Ngaoundere und eine weitere in Ekmoundoum. Wir sind unseren zahlreichen Freunden, Wohltätern und Wohlgesonnenen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zutiefst dankbar für ihre geistliche und finanzielle Unterstützung im Hinblick auf das Wachstum und das Wohlergehen unserer Mission. Die Tschad-Mission, die schon 10 größere Zentren hat, entwickelt sich gut und deshalb fühlen wir mehr denn je die Notwendigkeit, sie von außerhalb zu unterstützen. Dankbar beten wir für euch und wünschen euch Gesundheit und Gottes Segen.
In Christus mit euch verbunden

Ich freue mich auf eine strahlende Zukunft mit eurer Hilfe.
Fröhliche Weihnachten und ein gutes Neues Jahr!