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Liebe Freunde der Fransalianer!

Mit aufrichtiger Freude und Dankbarkeit schreibe ich Euch wieder, um Euch auf dem laufenden zu halten, was unsere Missionen im Tschad und in Kamerun betrifft. Wir haben gerade Pfingsten gefeiert, ein Fest, das uns viel Hoffnung und Vertrauen schenkt. Die Jünger Jesu waren voller Angst und schlossen sich ein. Sie fürchteten sich, auszugehen aufgrund ihrer Angst und Unsicherheit. Die Herabkunft des hl. Geistes änderte plötzlich alles in ihrem Leben. Sie wurden mutig. Sie fingen an, über Jesus, den Gekreuzigten zu sprechen, der einer Menschheit neues Leben schenkte, die der Sünde und dem Bösen unterworfen war. Das war der Anfang der Kirche. Und die Jünger nahmen die Sendung der Kirche ernst: „Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium."

Heutzutage verlässt sich Jesus auf jeden von uns, seine Sendung auszuführen. Wir sind seine Werkzeuge. Im Tschad und in Kamerun strengen sich die Missionare des hl. Franz von Sales sehr an, dieser Sendung demütig zu entsprechen. Wir sind nun 12 Jahre im Tschad und in Kamerun. Zu unserem gegenwärtigen Team gehören 13 Priester, 4 Diakone, 6 Seminaristen und zwei Kandidaten.

Ich bin sehr froh darüber, Eure vielfältige Unterstützung anzuerkennen. Ohne Gottes sorgende Hand und ohne Eure Großzügigkeit hätten wir nichts zustande gebracht. So oft Ihr uns helft, spüren wir Eure enge Verbundenheit mit uns. Obwohl Ihr weit entfernt von uns wohnt, streckt Ihr Eure helfende Hand aus, um die Armen und Bedürftigen in Afrika zu unterstützen. Jedem einzelnen von Euch sind wir sehr, sehr dankbar. Wir danken den Freundeskreismitgliedern im Kahlgrund, die uns ihre kostbare Zeit und Energie widmen, um Mittel für unsere Projekte aufzubringen.  Liebe Freunde, Ihr seid Gottes großzügige und fürsorgliche Hände für uns.

Möge der hl. Geist auf Euch herabkommen und Euch stärken.

Mit Gebet und guten Wünschen!

Pater Joshy Nellimalamattam, MSFS
Superior der Tschad-Kamerun-Mission
B.P. 185 (c. 394 )
Yaoundé, Cameroun
Tel. 00237 99 03 96 90
E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
 

Nachrichten aus dem Tschad

Die beiden Fransalianer-Missionen von Bero und Doba im Tschad wachsen von Tag zu Tag. Die Aktivitäten in diesen beiden Missionen, die der Entwicklung und der Bildung dienen, bringen  einer Bevölkerung, die so lange vernachlässigt wurde, den dringend benötigten Trost und einiges Wohlergehen. Das missionarische Team besteht aus vier jungen Fransalianer-Priestern aus Indien.  Alle wurden in Afrika zum Priester ausgebildet, so dass sie sehr versiert sind in der Sprache und der Kultur des Volkes, dem sie dienen. Die beiden Missionen von Bero und Doba  haben zusammen eine Bevölkerung von über 50.000 Menschen, die über gut 60 Dörfer verstreut sind. Diese beiden Missionen bedienen das Ausbildungsbedürfnis der Ärmsten der Armen. Die beiden Schulen sind gut besucht und werden effizient geführt. In der neuen Schule von Bero sind ca. 250 Kinder eingeschrieben. Das SFS Jungeninternat in Bero beherbergt 31 Jungen, die die bestmögliche Ausbildung in diesem vom Krieg zerrissenen Land bekommen.
 
Internatsbewohner

Dringende Bitte um Hilfe

1. Bau eines zusätzlichen Klassenzimmers
 
Die Schule von Bero mit ihren 250 Kindern entspricht genau den Bedürfnissen der ganzen Region. Die Schule erreichte im letzten Jahr zu 98 % gute Ergebnisse. Jetzt brauchen wir einen zusätzlichen Klassenraum, um genügend Platz für die zunehmende Zahl von Kindern zu haben. Eure großzügigen Beiträge werden gewissenhaft verwaltet und eingesetzt.

2. Erweiterung des Jungeninternats

P. Paul Raj, der Verantwortliche der Bero-Mission, bittet um finanzielle Unterstützung, um das Jungeninternat zu erweitern, damit wir 50 Jungen auf einmal aufnehmen können. Es gibt eine steigende Nachfrage nach guter Ausbildung ihrer Kinder von Eltern, die in weit entfernten Dörfern leben. Seid gewiss, dass wir Eurem Beitrag zu diesem ehrenwerten Anliegen unsere dankbare Anerkennung entgegen bringen.

3. Sponsoren für das Jungeninternat

P. Sandeep Tirkey, der Direktor des Jungeninternats, erlässt einen Aufruf, noch mehr Sponsoren für unsere Kinder im Internat zu finden. Ein Betrag von 100 Euro im Jahr würde ausreichen, die Ausbildungskosten eines Kindes im Internat von Bero zu decken. Wir sind immer dankbar für Eure Großzügigkeit.
 

Nachrichten aus Kamerun

Ngaoundere Mission

Vier Fransalianerpriester arbeiten in verschiedenen Diensten in Ngaoundere und Umgebung im Norden von Kamerun. Die Studentengemeinde in Bini-Dang ist sehr lebendig. Mehr als tausend Studenten besuchen regelmäßig die hl. Messe und nehmen an den verschiedenen Aktivitäten der Gemeinde teil. Die zwei Landpfarreien von Berem und Mbe-Karna werden auch von den Fransalianern aus Ngaoundere betreut. Das Projekt, ein Bildungshaus (Priesterseminar) in Gada Mabanga Djalingo zu bauen, hat schon Gestalt angenommen.

Ein Projekt zur Trinkwasservesorgung

Mbe-Karna ist eine Fransalianer-Mission. Sie liegt 74 km nördlich von Ngaoundere in Nordkamerun. Die Mission hat 11 Unterzentren. Der Großteil der Bevölkerung einschließlich einer großen Zahl von Flüchtlingen aus dem Tschad sind Analphabeten, die ihren Lebensunterhalt mit saisonbedingten Arbeiten in der Landwirtschaft bestreiten. Es regnet kaum in diesen nördlichen Regionen. Es gibt eine ernsthafte Knappheit von sauberem Trinkwasser für große Teile der Bevölkerung. P. Sathish Abraham, der Pfarrer von Mbe-Karna, schreibt: „Es gibt einen akuten Mangel an Trinkwasser in unseren Unterzentren wie z. B. Mtb, Gop, Demsa, Gamba und Marouware. Mehr als 600 Familien sind von der Wasserknappheit schwer betroffen. Ziemlich oft bricht die Cholera in dieser Gegend aus, was hauptsächlich auf das Fehlen von sauberem Trinkwasser zurück zu führen ist. Ich würde diesen Familien sehr gerne helfen, eine Anzahl von Brunnen zu bauen, wo die Aussichten, gute Wasserquellen zu finden, wirklich erfolgversprechend sind.  Die Kosten, in dieser Region solch einen Brunnen zu bauen, werden auf 700 Euro geschätzt. Ich flehe unsere Freunde und Wohltäter an, uns zu Hilfe zu kommen."
 
Trinkwasser

Ökumenische Kindertage

Ungefähr 140 Kinder, katholische wie evangelische, wurden aus den verschiedenen Zentren der Pfarrei in Karna zusammen gerufen. Dort wurde ihnen ein ökumenisches Dreitages-Programm angeboten unter der Leitung des katholischen Klerus und der Pastoren aus den verschiedenen evangelischen Gemeinden. Es fand vom 20. bis 22. November 2010 statt. Das Programm bestand aus Stunden der Katechese, aus Spielen, Musik und Sport. Das ganze Dorf war zu Gast beim musikalischen Abendprogramm. Diese allererste ökumenische Veranstaltung für die Kinder dieser Landpfarrei war wirklich ein unvergessliches Ereignis.

Die Kapelle des sel. Johannes Paul II wurde in Nkongmessa eingeweiht

Am 7. Mai 2011 weihte und übergab  Bischof Sosthene Leopold Bayemi Matjei von Obala, Kamerun, die neugebaute Kapelle und widmete sie dem kürzlich selig gesprochenen Johannes Paul II. Vermutlich ist dies die erste Kapelle in Kamerun, die dem seligen Johannes Paul gewidmet ist. Nkongmessa ist eines der Unterzentren der Franz-von-Sales-Pfarrei  von Ekekam III, die den Fransalianern anvertraut wurde.  Die neue Kapelle liegt tief im tropischen Regenwald in Zentralkamerun. Es war der lang gehegte Traum der 500 Menschen umfassenden Gemeinschaft von Nkongmessa, eine würdige eigene Kapelle zu haben. Die ganze Gemeinschaft war aktiv dabei, Mittel zu sammeln und das Projekt zu einem guten Ende zu bringen. Der Bischof von Obala dankte den Fransalianern mit bewegten Worten für ihren hingebungsvollen Dienst in der Diözese von Obala.

Einweihung

La Feuillette, Yaounde

Die Fransalianer in Tschad-Kamerun freuen sich erwartungsvoll auf die Priesterweihe von vier Studenten in Yaounde. Unter diesen vier Studenten befindet sich der allererste Kameruner, der innerhalb der Fransalianer-Gemeinschaft zum Priester geweiht wird. La Feuillette, das Priesterseminar in Yaounde hat gegenwärtig 9 Studenten, die Philosophie und Theologie studieren einschließlich zweier Studenten aus Indien, die sich kürzlich unserem Orden angeschlossen haben.

Ekoumdoum wartet auf eine neue Kirche und eine neue Schule

Der Bau einer Pfarrkirche geht voran. Die Pfarrangehörigen warten voller Ungeduld darauf, in die neue Kirche einziehen zu können nach Jahren des Gottesdienstes „am Wegrand in einem behelfsmäßigen Schuppen". Wenn alles gut geht, können wir die Kirche am Jahresende weihen. Die Pfarrei von Yaounde wird nach und nach ein Teil der Hauptstadt von Yaounde aufgrund der rasanten Ausdehnung der Stadt und dem Zustrom von Flüchtlingen aus dem Inneren des Landes. Das Projekt einer Grundschule innerhalb der Pfarreigrenzen ist für September 2011 vorgesehen. Die Bemühungen, Land für eine Mittelschule in Alfanoyo, 8 km von der Pfarrei entfernt, gehen ihrer Vollendung entgegen.
Kirche
Wohnheim

Grüße von Pater Thomas Cherukat aus Rom

Grüße und gute Wünsche aus Rom! Es macht mir immer große Freude, Euch zu grüßen und jedem einzelnen von Euch meine tiefe Wertschätzung und Dankbarkeit auszudrücken für Eure Art und Weise, unsere Arbeit in Afrika zu unterstützen. Ich bin gerade von einigen wichtigen Treffen und Besuchen in Tansania aus Afrika nach Rom zurück gekommen. Die gesamte Ordensleitung der Kongregation traf sich mit den Superioren unserer afrikanischen Mission in Arusha, Tansania, vom 10. bis zum 15. Mai 2011, um die verschiedenen Programme und Projekte der Fransalianer Missionare in 8 Ländern auf dem afrikanischen Kontinent auszuwerten, zu planen und zu beraten. In Arusha hat die Kongregation kürzlich ein Institut errichtet, das den Namen Lumen-Christi-Institut trägt. Es ist ein neues Wagnis der Kongregation für ganz Afrika. Dieses Institut soll sich im Laufe der Zeit zu einer Universität entwickeln. Ausbildung zur Veränderung und für die ganzheitliche Entwicklung ist das Leitmotiv des neuen Instituts, das am 14. Mai 2011  offiziell  eröffnet wurde.

Lumen Christi

„Stärke das Leben und bekämpfe Aids" lautet eines unserer Programme, das vom neuen Institut in Zusammenarbeit mit einer Partnerorganisation aus Gelnhausen unter der Leitung von Dr. Claus Schubert bereits gestartet wurden. Wir sind Dr. Schubert zutiefst dankbar. Dieses Programm dient der Ausbildung von Trainern (TOT = Training of Trainers), die das Bewusstsein über die schreckliche Krankheit Aids unter der afrikanischen Bevölkerung wecken sollen.

Seit 2010 läuft schon ein Kurs für Philosophie mit 12 Studenten im 1. Jahr. Verschiedene andere Projekte sind für die kommenden Jahre anvisiert, die hauptsächlich dem Training von Laien-Führungskräften und der Bestärkung  von Frauen in Afrika dienen.

Foster

Unsere Tschad-Kamerun-Mission ist eine Einheit innerhalb des Afrikanischen Missionsforums und als solche eine aktive Teilnehmerin am neuen Projekt in Arusha. Die Nachrichten aus dem Tschad und aus Kamerun sind immer ermutigend. Der beständige Fortschritt, den wir dort sehen, ist ein lebendiges Zeugnis der Liebe und der Mitsorge, die jeder von Euch der Arbeit der Fransalianer Missionare in dieser flügge werdenden Mission in einer entfernten Region im afrikanischen Kontinent entgegenbringt.

Ich verspreche Euch meine Gebete und wünsche Euch Gottes Segen für Eure Liebe und Großzügigkeit.

Mit herzlichen Grüßen
 
Pater Dr. Thomas Cherukat, MSFS
Stellvertretender Generalsuperior
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Mobil +39 32 91 61 20 20
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