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Den Traum des Gründers für Afrika neu erleben - La Feuillette in Kamerun eingeweiht

La Feuillette, das fransalianische Studienseminar für den Tschad und Kamerun

Der 10. April 2007 steht für den Anfang eines neuen Stadiums des Wachstums und der Entwicklung für die fransalianische Mission im Tschad und in Kamerun. An diesem Tag wurde ein lange gehegter Traum Wirklichkeit, als La Feuillette, das neugebaute fransalianische Studentenwohnheim bei Ngoya, in den Randbezirken von Yaoundé, der Hauptstadt von Kamerun eingeweiht und gesegnet wurde. Monsignore Jérôme OWONO MIMBOE, der Bischof von Obala leitete die Einweihungszeremonie und eröffnete das neue Haus in Anwesenheit einer großen Zahl von Priestern, Gläubigen und Laien. Ehrengast war Monsignore Athanas Bala, emeritierter Bischof von Bafia.
Der Name La Feuillette wurde dem allerersten fransalianschen Haus bei Annecy in Frankreich vom Diener Gottes, Pater Pierre-Marie Mermier, dem Gründer der Missionare des heiligen Franz von Sales/Fransalianer, gegeben. La Feuillette in Annecy wurde von Bischof Josef Rey von Annecy am 8. August 1837 eingeweiht und eröffnet. Die Glaubenskongregation verlor La Feuillette wegen der Verfolgung durch die glaubensfeindliche Regierung des frühen 20. Jahrhunderts. Die Missionare wurde am 29. Mai 1903 aus La Feuillette vertrieben. Heute, genau 170 Jahre nach der Einweihung des ursprünglichen La Feuillette in Annecy, lassen die Fransalianer des Tschad und Kamerun den Geist dieses ursprünglichen Hauses wieder aufleben, indem sie den missionarischen Eifer und die Gründungsvision des Pater Mermier im Hinblick auf West-Zentral-Afrika wieder aufgreifen.

 

Der Traum des Gründers für Afrika

 

 

Im Jahr 1842 wollte Pater Mermier von La Feuillette aus Missionare nach Westafrika schicken, um mit Monsignore Baron, dem ersten Bischof des Vkariats von Two-Guinea in Westafrika zusammenzuarbeiten. Tatsächlich hatte sich Pater Mermier selbst dazu bereit erklärt, das erste Team nach Afrika zu führen. Jedoch konnte Pater Mermier zu dieser Zeut keine Missionare nach Afrika schicken, da er von Rom beauftragt wurde die Visakhapatnam Mission in Indien zu leiten. Pater Mermier's Traum für Afrika ist heute Realität in einigen Ländern quer über den Kontinent, da die Fransalianer schon in 8 afrikanischen Ländern tätig sind, nämlich: Tansania, Kenia, Uganda, Südafrika, Namibien, Mozambique, Tschad und Kamerun.

La Feuillette, das kürzlich eingeweihte Studienseminar in Youndé ist das Haupthaus der Tschad-Kamerun-Mission. Die Gründungsgemeinschaft bei La Feuillette besteht aus 15 Mitgliedern mit Pater Thomas Cherukat als Rektor und Pater Martin Richard als Prokurator. Von den 14 Studenten studieren 9 Theologie, 2 Politik und 2 Philosophie. Das La Feuillette von Kamerun ist also tatsächlich ein Symbol des missionarischen Engagements der gesamten Glaubensgemeinschaft in Afrika. Es ist ebenso eine Inspiration, eine Herausforderung und eine große Verantwortung für jeden Fransalianer der dazu berufen wird in einer Frontmission so wie Tschad und Kamerun zu arbeiten.

Dankbarkeit

Die Fransalianer von Tschad und Kamerun danken Gott dem Allmächtigen für die viele Segnungen die sie erhalten haben während der vergangenen sieben Jahre ihres missionarischen Aufenthalts auf afrikanischer Erde. Alles Lob und Dank an Ihn für die wunderbaren Wege auf denen Er diese neugeborene Mission genährt hat. Eine große Zahl, sowohl von Spenderorganisationen als auch von Mitbrüdern, Freunden und Wohltätern der Fransalianer überall auf der Welt, hat dazu beigetragen das Projekt La Feuilette zu realisieren. Möge der Herr euch segnen und eure Großzügigkeit belohnen. Möge der Geist von La Feuillette auch weiterhin die Fransalianer und all ihre Helfer überall auf der Welt inspirieren in den Jahren, die noch kommen werden.

Fr. Thomas Cherukat, MSFS
Rector, La Feuillette, NGOYA I
B.P. 185 (c. 287) Yaoundé, Cameroun
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Neuer Missionssuperior ernannt

 

Am 8. März 2007 traf sich der Provinzialrat der Südwestindien-Provinz und bestimmte Pater Joshy Nellimalamattam, MSFS mit Wirkung zum 1. Juni 2007 zum Missionsvorgesetzten der Tschad-Kamerun-Mission. Pater Joshy löst Pater Thomas Cherukat ab, der seit Gründung der Mission vor 6 Jahren als Missionsvorgesetzter im Dienst war. Pater Thomas Cherukat hat schon seine neue Aufgabe in der Mission als Rektor des kürzlich eingeweihten Studienseminars in Ngoya aufgenommen.
Pater Joshy Nellimalamattam wurde am 18.12.1974 in Kuttaparamba in Indien geboren und gehört zu den Pionieren der Fransalianer in Kamerun. Sofort nach seiner Priesterweihe wurde Pater Joshy für die Tschad-Kamerun-Mission bestimmt. Er kam am 18. Juli 2002 in Kamerun an und wurde für die Universitätsgemeinde von Bini-Dang in Ngaoundéré zum Assistenten des Gemeindepfarrers und des Studentenpfarrers ernannt.
Im Oktober 2005 übernahm Pater Joshy als Gemeindepriester die Leitung der neu gegründeten Gemeinde St. Josephine Bakhita in Ekoumdoum in der Erzdiözese von Yaoundé.
Pater Joshy wird von allen hoch geschätzt und bewundert für seine tiefe Hingabe für die Mission und seinen starken Arbeitswillen. Er ist auch für seine sorgfältige Planung, effiziente Leitung vollständige Hingabe für die Gemeinde bekannt. Ausgestattet mit vielen guten Eigenschaften des Kopfes und des Herzens wird Pater Joshy jetzt mit einer wachsenden Mission, voll von Herausforderungen und auch Möglichkeiten betraut. Herzliche Gratulation und gute Wünsche dem neuen Missionsvorgesetzten.

Agape Tschad-Kamerun

Wir appellieren an die Großzügigkeit unserer Freunde und Förderer, uns zu helfen Resourcen zu mobilisieren für die schnelle Realisierung der 10 folgenden Projekte in unseren Missionen in Tschad und Kamerun

1. Projekt Ausbildungszentrum für die Laien bei Bero in Tschad.

Die Mehrzweckhalle, die 2005 gebaut wurde, fungiert als Ausbildungszentrum für Laien. Ein Schlafraum, eine Küche und Toilettenanlagen sind unbedingt notwendig für die Menschen, die von den Außenstationen kommen, um an den verschiedenen Ausbildungsprogrammen, die während des Jahres durchgeführt werden, teilzunehmen.

2. Projekt Apotheke und Gemeindeschule bei Bero in Tschad

Der Vorschlag, eine Dorfapotheke und Gemeindeschule bei Bero zu bauen, hat bereits grünes Licht von den bischöflichen und staatlichen Behörden bekommen. Auch die Zahl der Kinder im Kindergarten in Bero, der z.Zt. in einer strohbedeckten Hütte stattfindet, nahm beträchtlich zu. Auch die Kampagne, die Menschen in den abgelegenen Dörfern dafür zu interessieren, wurde intensiviert. Die Moblisierung der Resourcen ist auf allen Ebenen bereits im Gang. Die aktive Beteiligung der örtlichen Bevölkerung muss jedoch sichergestellt werden bevor das Projekt gestartet wird.

3. Projekt Patenschaften bei Berem, Bini-Dang und Mbe-Karna, Nordkamerun

Es gibt drei Grundschulen die in den zwei ländlichen Gemeinden Berem und Mbe-Karna arbeiten. Eine Anzahl von sehr armen und bedürftigen Kindern in diesen Schulen wird durch die Großzügigkeit unserer Spender und Wohltäter finanziell unterstützt, um einen Teil ihrer Ausbildungskosten zu decken.

4. Projekt Trinkwasser bei Berem, Gop-Rey and Mbe, Nordkamerun

Wasserknappheit ist in den ländlichen Missionen von Berem, Gop-Rey und Mbe in Nordkamerun sehr akut. Dieses Projekt hat zum Ziel,  Röhrenbrunnen an den drei Stationen zu bohren zum Wohle der Schulkinder und der örtlichen Bevölkerung.

5. Projekt Dorfapotheke bei Gada Mabanga, Nordkamerun

Die Mission in Ngaoundéré hat bereits ein Stück Land in den Randbezirken von Gada Mabanga erworben. Es wird vorgeschlagen, dort eine Dorfapotheke zu errichten zum Wohle der örtlichen Bevölkerung und der Menschen in den vielen Dörfern im Innern des Landes. Die Formalitäten, das Land übertragen zu bekommen und die Genehmigungen der bischöflichen und staatlichen Behörden zu erhalten, sind bereits initiiert. Das Sammeln von Spenden ist ebenfalls schon in Angriff genommen worden.

6. Projekt Grundschule bei Gada Mabanga, Nordkamerun

Es wird vorgeschlagen, eine Grumdschule mit Internat für Waisen und arme Kinder bei Gada Mabanga zu errichten. Ein Voruntersuchung wird demnächst durchgeführt und wir sind dabei, die Formalitäten für eine Genehmigung der entsprechenden Behörde in die  Wege  zu leiten.

7. Projekt Plantage bei Ekekam III, Zentralkamerun

Im Hinblick darauf, sowohl finanzielle Selbstständigkeit für die Gemeinde als auch einen Anreiz für die örtliche Bevölkerung zu schaffen, hat Pater Martin Richard das Projekt "Palmöl Plantage" bei Ekekam gestartet. Ein Hektar Land wurde bereits für die vorgeschlagene Plantage gerodet.

8. Projekt Gemeindekirche bei Ekoumdoum, Zentralkamerun

Die Gemeinde St. Josephine Bakhita in den Randbezirken von Yaoundé Stadt ist der Fransalianergemeinschaft des Hauses Pierre Mermier in Ekoundum anvertraut. Pater Joshy Nellimalamattam und Pater Georgekutty Puthiyidom laden die Gemeinde dazu ein, sowohl ihren Glauben zu formen und zu erneuern, als auch dazu, Resourcen zu mobilisieren für den Bau der Pfarrkirche. Momentan werden die täglichen Messen in einem vorübergehend genutzten Gebäude gefeiert das für die Bedürfnisse einer mittlerweile auf 5000 Gläubige angewachsenen Gemeinde nicht mehr ausreicht.

9. Projekt Grundschule in Ekoumdoum, Zentralkamerun

Die Gemeinde von Ekoumdoum ist ein Teil des neuen Wohngebiets im Umland der Hauptstadt Yaoundé. Die Bevölkerung in diesem Gebiet wächst Jahr für Jahr so sehr, dass man das Verlangen nach einer katholischen Schule verstärkt spüren kann. Es ist beabsichtigt, mindestens einen Hektar Land zu kaufen, um erst eine Grundschule zu bauen und später diese zu einer vollwertigen weiterführenden Schule auszubauen, zum Nutzen der gesamten Bevölkerung in diesem sich schnell entwickelnden Gebiet.

10. Projekt Patenschaften für Studenten in La Feuillette, Zentralkamerun

Das kürzlich eingeweihte Studienseminar in Ngoya ist darauf ausgerichtet, einen bestimmten Grad von finanzieller Eigenständigkeit zu erreichen. Die Baukosten in Kamerun sind allerdings unerschwinglich. Für die Studenten in La Feuillette ist es dadurch unerlässlich, auf der verfügbaren 4 Hektar großen Anbaufläche hart zu arbeiten, um wenigstens einen Teil der täglichen Ausgaben für das Essen zu verdienen. Wir sind trotzdem noch sehr abhängig von unseren Freunden und Gönnern in Bezug auf die Kosten der Ausbildung unserer Studenten.