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Meine lieben Mitbrüder und liebe Freunde der Fransalianer,

viele Grüße von den Missionaren des heiligen Franz von Sales im Tschad und Kamerun. Ich möchte Ihnen einige Neuigkeiten aus der Mission mitteilen.
Wir haben schon die Hälfte des Jahres 2006 hinter uns. Die vergangen 6 Monate waren für alle unsere Missionen sehr ereignisreich. Das Jahr begann mit einem Besuch der Missionsvorgesetzten des Afrikaforums (MSAF) im Tschad und Kamerun vom 26. Januar bis 9. Februar. Die Missionsvorgesetzten von Ostafrika, Mozambique, Südafrika-Namibia und Tschad-Kamerun trafen sich vom 30. Januar bis zum 1. Februar in Ngaoundéré in Nordkamerun zur 4. jährlichen Konferenz. Es war auch eine Gelegenheit der Besucher, Sachkenntnis unserer Missionen im Tschad und Kamerun aus erster Hand zu erlangen, weil sie einen Teil ihrer kostbaren Zeit verbrachten, quer durch die ganze Mission zu reisen, einschließlich der vielen dauerhaften Unbequemlichkeiten, der immer vorhandenen Gesundheitsrisiken und des lebensfeindlichen Klimas. Wir danken den MSAF-Verantwortlichen für ihre brüderliche Liebe und das Interesse für jeden von uns und unserer Mission.
Am 5. Februar 2006 feierte die Bero Mission ihr jährliches Fest. Am gleichen Tag segnete der Bischof von Doba die neu erbaute Mehrzweckhalle und weihte sie in Anwesenheit einer großen Anzahl Gläubiger und der MSAF-Abgeordneten ein. Die neue Halle ist ein großer Segen für die Leute von Bero für die Glaubensbildung und die tägliche Eucharistiefeier.
Am 9. Februar 2006 feierte unsere neue Pfarrei Ekoumdoum, in den Randbezirken von Yaoundé ihr Patronatsfest der heiligen Josephine Bakhita mit großer Leidenschaft und Frömmigkeit. Bei dieser Gelegenheit begrüßte die Pfarrgemeinde offiziell ihr neues zuständiges Fransalianer Team. Der Erzbischof von Yaoundé vertraute diese Gemeinde den Fransalianern im Oktober 2005 an. Seitdem erlebte die Gemeinde einen starken Prozess des Wachstums und der Erneuerung. Die neue Gemeinde befindet sich in einem halbstädtischen Umfeld mit einer geschätzten katholischen Bevölkerung von über 5000 Seelen.
Am 23. Februar begrüßte die Mission die neu angekommenen Studenten Sandeep Tirkey und Maria Lawrence aus Indien. Seitdem bereiten sie sich auf ihr Theologiestudium vor, das am 1. Oktober beginnen soll.
Am 30. April 2006 wurde den Fransalianern noch eine neue Pfarrgemeinde anvertraut. Der Bischof von Obala schuf eine neue Pfarrgemeinde bei Ekekam aus der ehemaligen Ozom-Nkong Messa Mission. Die neue Gemeinde von Ekekam III wurde unter den Patron des heiligen Franz von Sales gestellt. Die katholische Bevölkerung der Gemeinde wird auf ca. 1200 Seelen geschätzt.
Unser Provinzial Fr. Jose Parappillil stattete der Mision seinen jährlichen Besuch vom 27. April bis zum 11. Mai 2006 ab. Es war eine Gelegenheit des Rückblicks und der Erneuerung für all unsere Gemeinden. Der Besuch gab uns auch einen neuen Anstoß für die Gesamtplanung und Organisation der Mission in den kommenden Jahren. Wir danken dem Provinzial für seine unermüdlichen Anstrengungen diese Mission ewig lebhaft und erneuernd zu halten.
Am 20. Mai 2006 legten zwei unserer Novizen, Bonaventure Giner und Parfait Ayissi, in Kibaha, Tansania ihre erste Profess ab. Die gesamte Tschad-Kamerun-Mission sendet ihre herzlichen Glückwünsche und heisst sie in der Familie willkommen.
Während der vergangenen paar Monaten erreichte die Mission ein weiterer großer Segen. Eine Gruppe uns verbundener Christen in Deutschland versuchen dieser Mission durch ihre spirituelle und materielle Unterstützung zu helfen. Sie haben sich zu einem eingetragenen Verein mit dem Namen „Freundeskreis der Missionare des heiligen Franz von Sales/Fransalianer e.V." zusammengeschlossen. Der neue Verein hat seinen Sitz in Mömbris bei Aschaffenburg in der Diözese Würzburg. Wir laden unsere Freunde und Förderer in ganz Deutschland und Österreich ein, zusammenzufinden und diese Initiative zu unterstützen.
Wir danken Gott für die zahllosen Segen die er in den vergangenen fünf Jahren über unsere Mission hat regnen lassen. Wir sind nun 26 Mitglieder in der Mission, bestehend aus elf Priestern, 13 Studenten, einem Novizen und einem Prä-Novizen. Es wird erwartet, dass uns im kommenden Jahr zwei weitere Studenten aus Indien verstärken werden. Es gibt nun 4 Standorte der Fransalianer, die sechs Pfarrgemeinden betreuen und Aufträge in den beiden Ländern Tschad und Kamerun in bis zu 1500km Entfernung durchführen.
Wir danken all unseren Brüdern, Freunden und Wohltätern für ihre andauernde Unterstützung, Liebe und Anteilnahme. Möge Jesus, der Leiter aller Missionen, uns helfen Seine Mission, den Dienst an Seinen Menschen, zu vollenden.
Herzlichst, Ihr

Fr. Thomas Cherukat, MSFS

Missionsleiter Tschad-Kamerun

 

Aufstand im Tschad: Der Fluch des Öls

In den vergangenen Monaten war sehr oft vom Tschad in den Zeitungen zu lesen. „Ölpolitik heizt Gewalt im Tschad an" war eine der Schlagzeilen.
Tschad, eines der ärmsten Länder der Erde, exportiert seit 2003 Öl in einer beachtlichen Menge. Die Ölreserven des Tschad werden auf etwa eine Milliarde Barrel geschätzt. Dies ist nicht sehr viel im Vergleich zu den Hauptöllieferanten der OPEC, aber im Verhältnis zu den dortigen Bedingungen ist es ein immenser Reichtum.
Der größte Teil von Tschads zehn Millionen Einwohnern ist von der Produktion von Grundnahrungsmitteln abhängig. Der Lebensstandard ist einer der niedrigsten auf der Welt. In der jährlichen Beurteilung des humanitären Entwicklungsindex durch die Vereinten Nationen belegt der Tschad eine der letzten fünf von 180 Positionen. Der Tschad hat ebenso das zweifelhafte Vergnügen zu den Top 5 in den Listen in Sachen Korruption und schlechte Regierung zu gehören.
Das Land wurde in den letzten Monaten Zeuge einer Serie gewalttätiger Konflikte zwischen Rebellenmilizen und Regierungstruppen. Die Rebellen haben sich geschworen das gegenwärtige Regime von Präsident Idriss Deby zu stürzen. Der Präsident jedoch sitzt sicher im Sattel und hält an seiner 16jährigen Amtszeit fest, nach einem günstigen Ergebnis bei den Wahlen am 3. Mai. Die Opposition, die die Wahlen boykottierte, schreit jedoch danach die Wahlen als ungültig anzuerkennen.

Die Kämpfe im Tschad sind nicht direkt wegen des Öles, aber das Öl hat zu einem „Gedränge" um die Einnahmen aus dem Ölverkauf Anlass gegeben. Der kürzlich gefundene Ölreichtum trägt mit Sicherheit zur politischen Instabilität bei und macht das Leben für die Menschen unsicherer anstatt ihnen einen höheren Lebensstandard zu bescheren. Der Kampf um die Erlöse aus dem Export von Öl und Bodenschätzen ist der Hauptfaktor für Konflikte in vielen Ländern Afrikas. Tschad ist hierbei keine Ausnahme. Der „Fluch des Öls" droht eine neue Welle der Gewalt und des Terrors für dieses Land südlich der Sahara. Der Zustrom der ungefähr 200.000 Flüchtlinge aus der konfliktreichen Darfur Region des benachbarten Sudan in den östlichen Tschad hat das vorhandene Klima der Gewalt im Land weiter verstärkt.

 

Ngaoundéré Mission

Ngaoundéré wird von Lamidos beherrscht. Ein Lamido ist ein direkter Vasall eines Sultans, entsprechend unserer Markgrafen. Die muslimischen Herrscher des benachbarten Nigeria und der nördlichen Länder Afrikas gründeten bereits 1830 bei Ngaoundéré eine Grafschaft, ein sogenanntes Lamidat. Die Lamidos von Ngaoundéré sind bekannt für ihr herzliches Verhältnis zur katholischen Kirche. Am 7. Februar 2006 besuchte die Delegation des MSAF den Lamido und bat um ein Stück Land bei Ngaoundéré für ein Ausbildungsprojekt. Der Lamido entsprach gnädig der Bitte und schenkte der Fransalianer Mission ein Stück Land bei Ngaoundéré. Der Bischof von Ngaoundéré hat kürzlich den Fransalianern in einem schriftlichen Vertrag drei Pfarrgemeinden, einschließlich der Universitätspfarrei Bini-Dang, für die Dauer von 10 Jahren anvertraut.

 

Möchten Sie ein Freund Afrikas werden?

Möchten Sie ein Freund Afrikas und der Fransalianer im Tschad und Kamerun sein und zudem ein Partner in der Entwicklung Afrikas? Wir, die Fransalianer, überzeugte Diener der Menschen in Afrika. Was wir dazu brauchen sind Freunde, Wohltäter und Gönner aus aller Welt, die uns von ganzen Herzen mit spiritueller und auch finanzieller Hilfe beistehen. Es gibt eine Vielzahl von Wegen unsere Arbeit zu unterstützen.

 

Hier sind einige Möglichkeiten, wie Sie uns helfen können

Werden Sie Mitglied im Verein „Freundeskreis der Missionare des Heiligen Franz von Sales/Fransalianer e.V." Das Hauptziel der Freundeskreis ist es, die Spiritualität des heiligen Franz von Sales, dem Patron der Fransalianer, zu leben und als enger Mitarbeiter die Fransalianischen Missionen auf der ganzen Welt zu unterstützen. Die Fransalianer ihrerseits bleiben mit den Mitgliedern der Freundeskreis vor allem durch das tägliche Gebet und heilige Messen in spiritueller Verbindung.
Ermöglichen Sie durch ihre finanzielle Unterstützung einigen der ärmsten und bedürftigsten Kinder in den Dörfern des Tschad und den Fransalianischen Missionen von Nord-Kamerun den Besuch einer Schule.
Schenken Sie durch die finanzielle Unterstützung einer Operation behinderten Kindern in den Dörfern von Bero und Nord-Kamerun die Chance auf ein normales Leben.
Ermöglichen Sie durch Ihre finanzielle Hilfe den Dorfbewohnern von Bero und anderswo die Reinigung und Sicherung der Trinkwasserbrunnen.
Ermöglichen Sie durch Ihre Spende den Kauf der nötigsten und lebensrettenden Medikamente für die Menschen von Bero und Ngaoundere.
Tragen Sie zur Einrichtung und Erhaltung von Schulen in den Dörfern der Bero Mission bei.
Helfen Sie mit Ihrer Spende bei der Errichtung einfacher Infrastruktur in Bero, wie z. B. ein Bildungshaus, oder beim Erwerb von Unterrichtsmaterial für die Bildung von Jugendlichen und Erwachsenen.
Tragen Sie zu unserem „Missions-Unterstützungs-Fond" bei, indem Sie einen Seminaristen in Philosophie oder Theologie, oder einen Novizen unterstützen.
Senden Sie Mess-Intentionen zu den Missionaren im Tschad und Kamerun.
Spenden Sie für die Anschaffung von Fahrzeugen für unsere Missionen in Tschad und Kamerun.
Spenden Sie für die Fertigstellung eines Fransalianischen Bildungshauses in Yaoundé, Kamerun.


Spenden können Sie auf das

Konto 326003

bei der


Raiffeisenbank Mömbris eG

BLZ 795 625 14

IBAN: DE 45795625140003260003

BIC: GENODEF 1 AB 1