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Grüße aus Indien

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter,

Grüße aus Vikasjyothi, Mysore, dem Missions-Entwicklungs-Büro der Fransalianer in der Provinz Südwest in Indien!
Mit großer Freude und Dankbarkeit grüße ich euch alle. Während der letzten zwei Jahre mussten wir auf Grund der Corona-Pandemie dauernd Unterbrechungen des normalen Lebens hinnehmen. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt leiden immer noch an den tragischen Folgen der lang dauernden Pandemie. Dem Alltagsleben von Millionen Familien wurde durch den akuten Arbeitsplatzmangel für junge Leute und die fortgesetzten Unterbrechungen des Bildungsangebotes schwerer Schaden zugefügt. Die am schwersten Getroffenen sind die Ärmsten der Armen. Gott sei Dank scheint die Pandemie sich endlich langsam für einige Zeit zurückzuziehen, so dass wir hoffen wollen, dass der Menschheit ein weiterer heftiger Angriff durch das gefährliche Coronavirus erspart bleibt.
Die Welt sieht sich auch mit einer anderen Krise konfrontiert, dem Krieg in der Ukraine, der eine ausschließlich von Menschen gemachte Katastrophe ist. Offenbar hat die Welt nichts aus früheren Fehlern gelernt. Die Geschichte wiederholt sich. Das Streben nach Macht und die Gier nach Wohlstand treiben viele Nationen in verschiedenen Teilen der Welt in bewaffnete Konflikte.
Die verheerenden Auswirkungen des Krieges suchen die Menschen in so vielen Konfliktzonen der Erde heim. Wir können nur wünschen und beten, dass das Leiden so vieler Menschen bald beendet sein möge.

Aktionsplan

Die Fransalianer auf der ganzen Welt haben das Jahr 2021/2022 als ein Jahr der Missionen gefeiert. Gemäß einem Aufruf der Kongregation hat Vikasjyothi, das Missions-Entwicklungs-Büro in Mysore, einen Aktionsplan für das Jahr der Missionen ausgearbeitet. Es erfüllt uns mit dankbarer Zufriedenheit, dass wir die meisten Programme durchführen konnten, die der Aktionsplan in seinen einzelnen Stufen vorsah.

Aktionsplan I: Unterstütze ein Kind und fördere höhere Schulbildung

Während dieses Jahres der Missionen konnte Vikasjyothi das laufende Programm „Fördere ein bedürftiges Kind “ intensivieren und erweitern. Unter diesem Titel fördert Vikasjyothi benachteiligte Kinder aus unseren Missionen, die aus niedrigen Einkommensverhältnissen kommen und hauptsächlich im indischen Staat Karnataka oder im Tschad/Kamerun leben. 435 arme Kinder bekamen Stipendien für die Grundschule. 131 Schüler, hauptsächlich aus den Fransalianer-Missionen, bekamen Stipendien für höhere Schulbildung. Also konnten wir im Jahr 2021/2022 insgesamt 556 Kinder finanziell unterstützen.

Aktionsplan II: Hilfe zum Lebensunterhalt während der Pandemie

Obwohl die schwere Last der Covid-19-Pandemie langsam nachlässt, haben viele arme Familien den Verlust von Arbeitsplätzen zu beklagen. Sie sind auch nicht in der Lage, ihre Mieten zu bezahlen und ihre Kinder zur Schule zu schicken. Vikasjyothi bemüht sich weiterhin, auf die Hilferufe einzugehen, die aus unseren Missionen kommen, und hat Geldmittel bereit gestellt, um den Hilflosen zu helfen. Im vergangenen Jahr hat Vikasjyothi 220 Familien aus sozial und wirtschaftlich schwachen Verhältnissen unterstützt. Vikasjyothi konnte auch viele Bitten aus unseren Gemeinschaften, Institutionen und Missionen erfüllen, indem sie auch sehr arme Familien aus der jeweiligen Nachbarschaft unterstützte.

Aktionsplan III: Helft den Obdachlosen

Vikasjyothi hat viele Familien in großer Bedrängnis erreicht. Es gibt so viele Familien, die wegen einer finanziellen Krise oder einer ernsthaften Erkrankung infolge der Pandemie ihre Miete nicht bezahlen können. Andere wiederum kämpfen um die Fertigstellung ihres angefangenen Hausbaues. Mit Teilbeträgen konnte Vikasjyothi helfen.

Aktionsplan IV: Medizinische Hilfe für die Armen

Viele Menschen aus den ärmeren Schichten unserer Gesellschaft haben keinerlei Schutz durch eine Krankenversicherung. Vikasjyothi hat einigen dieser Familien mit einer Soforthilfe unter die Arme gegriffen. Wir fühlen uns verpflichtet, dieses Programm weiter zu führen.

Hilfe zur Selbsthilfe: ein zukünftiges Programm

Vikasjyothi hat Pläne, ein neues Programm unter dem Titel „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu starten. Mit diesem neuen Programm wollen wir Hausfrauen ohne Ausbildung und arbeitslose Männer erreichen, die nicht die notwendigen Voraussetzungen für eine Bewerbung erfüllen. Vikasjyothi möchte einigen Männern und Frauen zur Selbstständigkeit verhelfen. Mit diesem Programm werden wir bald im Rahmen unserer begrenzten Mittel beginnen.

Schlussfolgerung

Als Missions-Entwicklungs-Büro des Südwestens von Indien besteht Vikasjyothi nun seit vier Jahren. Im Wesentlichen ist es der Caritas-Zweig der Provinz. Während der letzten vier Jahre konnte es eine große Anzahl von Kindern und Familien erreichen, die in Bedrängnis waren. Natürlich können wir viel mehr tun, wenn sich noch mehr Freunde dazu verpflichten, Geldmittel aufzutreiben und so die Arbeit von Vikasjyothi zu stärken. Ein Vorschlag ging an die Provinz-Verwaltung, die Verwaltungsstrukturen von Vikasjyothi zu vergrößern und zu erweitern. Wir hoffen, dass dieser Antrag ohne weitere Verzögerung umgesetzt werden kann. Ich danke allen Mitbrüdern, Freunden und Wohltätern, die uns weiterhin unterstützen. Gott segne euch.

Mit herzlichen Grüßen,
Pater Thomas Cherukat, MSFS

 

Grüße aus Tschad/Kamerun

Meine lieben Freunde der Fransalianer,

aus der Tschad/Kamerun-Mission der Fransalianer sende ich euch den Friedensgruß. Wir sind dankbar für jeden von euch wegen eurer Unterstützung und Ermutigung. Wir, die Fransalianer, sind nun schon seit 23 Jahren im Tschad und in Kamerun. Wir sind in fünf Diözesen präsent, in Yaoundé, Obala, Buea und Ngaoundéré in Kamerun sowie in Doba im Tschad. In diesem Jahr sind wir mit zwei Priesterweihen und sechs Diakonenweihen gesegnet. Von den acht Männern, die geweiht werden, kommen zwei aus Kamerun, drei aus dem Tschad und drei aus Indien. So wird klar, dass die Kongregation der Fransalianer in diesen Teilen Afrikas schon tief verwurzelt ist. Gott sei Dank dafür.

In Tschad/Kamerun konzentriert sich unser Apostolat hauptsächlich auf die Evangelisierung, die Ausbildung von Missionaren und auf Entwicklungs-Aktivitäten. Es beinhaltet die ständige Begleitung der Gläubigen, den regelmäßigen Religionsunterricht, die Feier der Sakramente, die Ermutigung katholischer Gemeinschaften, die Führung von Schüler/innen-Internaten, die Jugend- und Berufungspastoral, die Bildung der zukünftigen Priester, die Entwicklungshilfe wie z. B. das Bauen von Brunnen in Dörfern als Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser, den Bau von Mehrzweckhallen und die Förderung von Frieden und Gerechtigkeit.

Bero gehört zu den ersten Missionen, die die Fransalianer im Tschad gegründet haben. Die Mission umfasst ein weites Gebiet mit vielen entlegenen Dörfern. Die Schule der Fransalianer und das Jungen-Internat versorgen eine große Anzahl von armen Kindern von den Dörfern. Im Internat leben 40 Jungen. Die meisten Kinder kommen aus einem sehr ärmlichen familiären Hintergrund. Viele von ihnen sind Waisen oder Halbwaisen. Es ist ein großer Segen, dass diese Kinder eine gute Schulbildung bekommen und mit dem Gefühl aufwachsen können, dazu zu gehören und die grundlegenden menschlichen Werte aufzunehmen.

In Gaki in Doba hat sich die Schule der Fransalianer samt dem Jungen-Internat zu einem bedeutenden Missionszentrum der Fransalianer im Tschad entwickelt. Tausende von Kindern in dieser Gegend haben keinen Zugang zu guter Schulbildung. Deshalb haben die Fransalianer im Jahre 2018 eine Grund- und weiterführende Schule in Gaki in Doba gegründet. Ein Jungen-Internat wurde der Schule angegliedert. Zur Zeit besuchen 70 Jungen von diesem Internat aus die Schule. Wir müssen den Kindern noch mehr Angebote machen und wir verlassen uns sehr auf die Großzügigkeit unserer Freunde und Wohltäter. Die Pfarrei von Doba-Stadt mit zwei Schulen wird seit Jahren ebenfalls von den Fransalianern geleitet.

In Kamerun haben wir neun Fransalianer-Zentren, verteilt auf die Diözesen Yaoundé, Obala, Ngaoundéré und Buea. Fünf dieser Zentren sind Pfarreien, nämlich Ekoumdoum und Ebang in der Erzdiözese Yaoundé; Bini-Dang und Berem in der Diözese Ngaoundéré und Molyko in der Diözese Buea. Die Fransalianer-Schule in Gada Mabanga in Ngaoundéré hat in letzter Zeit bemerkenswert großen Zuspruch erfahren. Das Kleine Seminar der Fransalianer liegt auf dem gleichen Grundstück. La Feuillette, das theologische Seminar in Ngoya, wird von einer gleichbleibenden Anzahl von einheimischen Studenten besucht. Ein Exerzitienhaus auf demselben Campus dient als geistliches Zentrum für Priester, Ordensleute und Laien aus der ganzen Region.

Eine Naturkatastrophe in Ngoya

Im Dorf Ngoya, das in der Nachbarschaft von La Feuillette liegt, haben schwere Niederschläge und stürmische Wetterbedingungen während der letzten Wochen 50% der Mais-, Bohnen- und Bananenpflanzungen zerstört. Die Menschen in dieser Region sind in großer Bedrängnis, weil sie ja schon unter einem enormen wirtschaftlichen Druck während der Covid Pandemie standen. Das ganze Dorf und die angrenzenden Regionen wurden durch die zerstörerische Wirkung der Fluten schwer in Mitleidenschaft gezogen. Häuser und Bauernhöfe sind zerstört. Die Straßen sind weggespült und vermindern Mobilität und Erreichbarkeit. Leute müssen ohne jegliche Unterstützung zum Lebensunterhalt evakuiert werden.
Wir versuchen, vielen von den Betroffenen, besonders in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, mit unseren begrenzten Mitteln zu helfen. Ich würde sehr gerne an unsere Freunde und Förderer appellieren, uns finanziell zu unterstützen, damit wir denen helfen können, die es am nötigsten brauchen. Wir werden euch immer dankbar sein für eure Großzügigkeit gegenüber unseren Brüdern und Schwestern, die diese Katastrophe erleiden mussten und sich nun in großer Bedrängnis befinden. Gott segne euch.

Mit großem Dank und herzlichen Grüßen
Pater Manoj Xavier Arackal