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Grüße aus Indien

Liebe Freunde der Fransalianer,

ich möchte jeden einzelnen von euch mit dem Frieden und der Freude Jesu Christi grüßen, dem größten Heiler und Erlöser der Menschheit und der ganzen Schöpfung. Covid 19, die Pandemie, die die ganze Welt umschlingt, legt der Menschheit weiterhin großes Leid auf durch die zunehmende Zahl der Infektionen und der großen Anzahl von Toten. Mit dieser noch nie dagewesenen globalen Krise sind viel Angst, Furcht, Unsicherheit und Hilflosigkeit verbunden. Wissenschaftler, medizinische Experten und die politischen Führer der Welt arbeiten unermüdlich daran, diese immer schlimmer werdende Pandemie zu beenden. Als gewöhnliche Bürger können wir nur hoffen und beten, dass die vereinten Anstrengungen der medizinisch und politisch Verantwortlichen auf weltweitem Niveau bald ein wirksames Heilmittel finden, um diese Pandemie so bald wie möglich zu stoppen.

Die Welt kämpft gegen einen unsichtbaren Feind. Es ist ganz bestimmt eine Gelegenheit und eine Herausforderung für die ganze Menschheit, eine Weile innezuhalten und die Aufmerksamkeit stärker als je zuvor auf die eine unsichtbare höchste Realität, den allmächtigen Gott, den Schöpfer des Universums, zu lenken, dessen Wille es ist, dass die ganze Schöpfung mit dem gebotenen Respekt und der andauernden Sorge erhalten und beschützt wird, die sie verdient. Wir, die Menschen, haben einen einmaligen Platz im Universum als die Krone der Schöpfung mit dem speziellen Auftrag, uns um ihre Ganzheit und Integrität zu kümmern, sie zu hegen und aufrecht zu erhalten. Skrupellose und fahrlässige Ausbeutung der Natur durch Menschen für selbstsüchtige Zwecke haben der Mutter Erde tiefe Wunden zugefügt. Verantwortungslose Profitsucht führt zu Umweltzerstörung und zur Anhäufung von Reichtum und Macht in den Händen einiger Weniger auf Kosten der Armen und Bedürftigen. Eine blutende Schöpfung stöhnt nach ihrer ursprünglichen Schönheit und Ganzheit, so wie sie der Schöpfer gedacht hat. Es ist die unbedingte Aufgabe der Stunde, dass die Menschheit und die ganze Schöpfung ihre totale Abhängigkeit von ihrem Schöpfer anerkennen. Der unsichtbare Gott wird sichtbar durch seine Schöpfung. Die gegenwärtige Krise ruft deshalb auch nach einer Erneuerung unseres Glaubens an den transzendenten Gott, der den gesamten Kosmos und dessen Schicksal beherrscht.

Wir, die Christen, glauben, dass Gott ein liebender Vater ist, der seinen einzigen Sohn Jesus Christus mit einer Mission zur Erlösung, Befreiung und Ganzwerdung des geschaffenen Universums gesandt hat. Als gute Verwalter der Ressourcen der Welt ist es unsere vorrangige Verantwortung, uns der dringenden Arbeit für die Erhaltung eines soliden ökologischen Gleichgewichts nicht zu entziehen und alles, was die Natur und die Umwelt zerstört, zu bekämpfen. Covid 19 fordert uns mehr denn je heraus, uns den Werten des Evangeliums wieder zuzuwenden, die Jesus für die Erlösung und Befreiung der Menschheit gepredigt und gelehrt hat.

Wie Covid 19 Indien getroffen hat

Indien hat mit seinen 1,3 Billionen Menschen Covid 19 mit allen nötigen Vorsichtsmaßnahmen bekämpft. 70 Tage lang wurde ein nationaler Lockdown verordnet, der den Menschen überall im Land immenses Leid verursachte. Die am schlimmsten Betroffenen sind die Ärmsten der Armen. Millionen von wandernden Tagelöhnern verloren ihre Arbeit und ihren Lebensunterhalt. 23 % der indischen Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Weitere 20 % entfallen auf die sog. niedrige Mittelklasse, die gerade so über der Armutsgrenze lebt. Die Pandemie hat diese beiden Teile der Bevölkerung gnadenlos in extreme Armut gestürzt. Die Missionen der Fransalianer gehörten zu den ersten, die einer großen Anzahl dieser wohnungslosen und bedürftigen Menschen Trost und Unterstützung brachten. Indien sieht sich einer riesigen Herausforderung gegenüber, den steigenden Infektionszahlen und Todesfällen der letzten Wochen Einhalt zu gebieten.

Trotz der Pandemie helfen unsere Missionen in Indien, im Tschad sowie in Kamerun weiterhin den Menschen in jeder nur möglichen Weise.

Schülerpatenschaften

Über 600 Kinder in Indien und 150 Kinder in Tschad-Kamerun werden durch die Bemühungen von Agape Afrika in Deutschland und Vikasjyothi in Indien unterstützt. Ich würde sehr gerne einen dringenden Aufruf an alle Freunde und Wohltäter richten, dieses Projekt weiteren Freunden und Wohltätern zu empfehlen und sie in die Liste der Spender aufzunehmen, die unser Programm der Schülerpatenschaften unterstützen, so dass wir noch mehr Kinder erreichen können, die eine Förderung verdienen, und ihnen helfen, eine ordentliche Ausbildung zu bekommen. Eine Hauptsorge unserer Missionen ist nach wie vor, den weit abseits liegenden Dörfern im Tschad sauberes und sicheres Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Mit eurer Hilfe und Mitarbeit hoffen wir, dieses Projekt ohne Unterbrechung weiterführen zu können. Ich wünsche euch allen gute Gesundheit, viel Freude und Frieden in diesen schwierigen Zeiten. Passt auf euch auf, bleibt bewahrt. Gott segne euch.

Herzliche Grüße
P. Thomas Cherukat, MSFS

 

Grüße aus Tschad-Kamerun

Liebe Mitbrüder und Freunde der Fransalianer,

brüderliche liebe Grüße und gute Wünsche von den Missionaren des hl. Franz von Sales, die im Tschad und in Kamerun arbeiten. Die Pandemie Covid 19 hat großes Leiden und immense Sorgen über die ganze Welt gebracht. Lockdowns und Ausgangssperren sind an der Tagesordnung. Aber jede Krise eröffnet neue Möglichkeiten. Die Pandemie bietet uns die Möglichkeit an, die kontemplative Dimension unseres christlichen Glaubens und seiner Spiritualität wieder zu gewinnen.

Viele Länder unterhalb der Sahara einschließlich Tschad und Kamerun sind schlecht vorbereitet, den verheerenden Auswirkungen von Covid 19 entgegenzutreten. Das zerbrechliche Gesundheitssystem und die bodenlose Armut in den meisten Ländern machen es umso schwieriger, den Infizierten schnelle Erleichterung zu verschaffen und das Virus daran zu hindern, sich weiter auszubreiten. Kamerun ist nun das Covid-19-Epizentrum im westlichen Zentralafrika. Trotz der frühen Maßnahmen, die der Staat angeordnet hat, um kritische Fälle zu isolieren, ist nun das Virus in der Gesellschaft angekommen.

Viele Werke der Entwicklung und der Gesundheitsvorsorge in unseren Missionen haben stark unter der unaufhörlichen Bedrohung durch die Pandemie gelitten. Der Tschad und Kamerun haben kürzlich unter einigen der schlimmsten humanitären Krisen auf Grund der Separatisten-Bewegung in den englischsprachigen Regionen von Westkamerun und den konstanten Bedrohungen durch die Terrorgruppe Boko Haram im Tschad gelitten. Unglücklicherweise bekommen diese Vorkommnisse nicht genügend internationale Beachtung. Die Covid 19 Pandemie ist nun eine weitere Herausforderung, der sich diese Länder gegenüber sehen. Sie warten sehnlich auf Hilfe der internationalen Gesellschaft. Bis jetzt – Gott sei Dank - sind alle Fransalianer virusfrei. Um uns herum gibt es viele positive Covid 19 Erkrankungen. Unsere Missionare versuchen ihr Bestes, den Betroffenen Erleichterung zu verschaffen.

Ich danke jedem von euch für eure Liebe und eure Besorgnis gegenüber den Menschen in diesen Ländern. Mit eurer Hilfe und Unterstützung können wir etwas Trost und Erleichterung den Tausenden verschaffen, die unserer Sorge in den Missionen anvertraut sind. Ich wünsche und bete, dass ihr alle gesund bleibt und die Kraft findet, diese noch nie dagewesene Krise mit einem tiefen Glauben und mit Gleichmut zu bestehen. Möge Gott euch segnen.

Herzliche Grüße
P. Manoj Arackal, MSFS

 

Unsere Schulen im Tschad und in Kamerun

Die Republik Tschad ist eines der ärmsten Länder der Welt. Das Land ist auch mit politischer Instabilität konfrontiert, die auf die dauernde Bedrohung von Terroristengruppen von außerhalb wie auch auf die häufigen Streiks und die Proteste im Inland zurückzuführen ist. Bildung ist eines der obersten Ziele unserer Fransalianer-Missionen im Tschad. Auf Grund der Covid 19 Epidemie sind alle unsere Schulen bis Oktober 2020 geschlossen. Wir haben jetzt vier Schulen und zwei Internate im Tschad. Eine weitere Schule führen wir in Ngaoundéré in Nordkamerun.

1. Die Franz-von-Sales-Grundschule in Bero

Die SFS-Grundschule von Bero ist ein Leuchtturm der Hoffnung für Hunderte von Kindern, die jeden Tag viele Meilen laufen, um zur Schule zu kommen. Um den sehr armen Kindern von den entlegensten Dörfern eine Chance zu geben, haben wir dieser Schule ein Internat mit 45 Plätzen angefügt. Mit 284 für das Schuljahr 2019/20 angemeldeten Schülern pulsiert die Schule mit Leben und Aktivitäten. Diese kleine Schule ist wahrlich ein großer Segen für die ganze Region, indem sie hilft, das Leben und das Schicksal vieler Kinder zu formen.

2. Der Franz-von-Sales-Schulkomplex in Gaki

Dieses Projekt in Gaki in den Außenbezirken von Doba wurde am 15. Januar 2018 eröffnet. Der hauptsächliche Grund, diesen Schulkomplex zu schaffen, war der Wunsch, qualitätvolle Bildung mit integrierter menschlicher Formung aufgrund von christlichen Werten anzubieten. Im laufenden Schuljahr von 2019/2020 sind dort 156 Jungen und Mädchen eingeschrieben. 25 von ihnen wohnen im Internat, das der Schule angeschlossen ist. Wir planen, jedes Jahr um eine Klassenstufe aufzustocken. Das gilt für die Grundschule wie für die Mittelstufe. Dieses Bildungswerk geht einer strahlenden Zukunft entgegen. Wir sind all jenen dankbar, die uns geistig und finanziell unterstützen, um dieses Projekt vollenden zu können.

3. Die Daniel-Comboni-Grundschule in Doba

Diese Schule wurde von den Comboni-Missionaren gegründet und uns vor einigen Jahren anvertraut. 355 Schüler besuchen die Schule. Sie werden von neuen Lehrkräften unterrichtet. Hunderte Schüler aus Doba und Umgebung haben in dieser Schule ihre Grundausbildung erhalten.

4. Die Daniel-Comboni-Oberschule in Doba

Diese Schule ist auch eine Gründung der Comboni-Missionare. Die Fransalianer haben der Grundschule eine Oberschule angefügt. Ausreichende Infrastruktur wurde vor kurzem gebaut. Die Schule unterrichtet 439 Schüler. Sie liegt an einem zentralen Platz in Doba und betreut viele Kinder aus Migrantenfamilien.

 5. Die Franz-von-Sales-Schule in Ngaoundéré in Nordkamerun

Diese Schule besteht nun im fünften Jahr. Sie umfasst zwei Gebäude. Der Kindergarten ist in einem der Gebäude untergebracht. Er besteht aus zwei Klassenzimmern, einem Lagerraum und einem Büro. Zwei Lehrer und eine Aushilfskraft arbeiten dort. Die Schule braucht dringend einen Spielplatz mit einem Standard-Sicherheitszaun und einem Security-Mann. Wir freuen uns auf eure Hilfe und Unterstützung, um diese Arbeiten vollenden zu können.

Die Grundschule hat ein geräumiges Gebäude mit 12 Klassenzimmern, Büroräumen und einem Lehrerzimmer. Im laufenden Schuljahr lernen dort 286 Kinder. Diese Schule, die auf einem herrlichen Grundstück auf einem schönen Hügel über der Stadt liegt, hat alles Potential, die beste Bildungseinrichtung in der gesamten Region von Nordkamerun zu werden. Mit der Hilfe und der Ermutigung durch unsere Freunde und Wohltäter hoffen wir, dieser Einrichtung bald zu ihrer vollen Größe zu verhelfen.