Grüße aus Rom

Liebe Freunde,
10 Jahre Freundeskreis: mit großer Freude und Dankbarkeit grüße ich jeden von euch. Das Jahr 2015 ist ein kleines Jubiläum für unseren Verein im Kahlgrund. Bei dieser freudigen Gelegenheit möchte ich meine tiefe Dankbarkeit allen Mitgliedern, besonders den Gründungsmitgliedern, und dem jetzigen Vorstand gegenüber zum Ausdruck bringen für die immense Arbeit, die sie alle während der vergangenen 10 Jahre geleistet haben. Ich danke Gott für das Geschenk einer so ergebenen Gruppe von Freunden und Wohlgesonnenen sowie für die zahlreichen Spender, die es ermöglicht haben, uns den Ärmsten der Armen in verschiedenen Ländern Afrikas und in anderen Entwicklungsländern der Welt zuzuwenden. Einen großen Dank euch allen und jedem Einzelnen. Ich wünsche und bete, dass der Freundeskreis in den kommenden Jahren weitere Mitglieder und Sponsoren, die unser Missionswerk unterstützen, gewinnen kann.
Adoption aus der Ferne

In diesem Jubiläumsjahr konzentriert sich der Freundeskreis darauf, die ärmsten Kinder in einigen der entlegensten Dörfer Afrikas zu erreichen, hauptsächlich im Tschad, in Kamerun, in Tansania, Mosambik und Sambia. Die Reaktion auf das Programm der Adoption aus der Ferne, das die Missionssprokur in Rom und der Freundeskreis im Kahlgrund kürzlich auf den Weg gebracht haben, war erfreulicher Weise positiv. Bis jetzt konnten wir Sponsoren für mehr als 50 bitterarme Kinder südlich der Sahara und in den am wenigsten entwickelten Gegenden in Indien gewinnen. Ich danke allen, die sich diesem Programm angeschlossen haben. Wir haben uns das sehr anspruchsvolle Ziel gesetzt, in den folgenden Jahren für 1000 Kinder Sponsoren zu gewinnen. Deshalb erneuere ich meine Bitte an alle Mitglieder und Wohlgesonnenen, dieses Programm ihren Freunden und Verwandten vorzustellen und so noch zahlreiche Sponsoren dazu zu gewinnen.
Sauberes und sicheres Trinkwasser

Ein Projekt, Dorfbewohner im Tschad und in Kamerun mit sauberem und sicherem Trinkwasser zu versorgen, wurde kürzlich durch den Freundeskreis angeregt. Das Projekt wurde ein großer Erfolg. Im letzten halben Jahr wurden sechs neue Brunnen gebohrt. Vier Dörfer im Tschad und zwei Dörfer in Kamerun haben von diesem Projekt profitiert.
P. Robin aus Doba im Tschad schreibt: „Wir konnten in Bessama, einem Dorf in der Nähe von Doba, ein Brunnenloch bohren. In ungefähr 30 m Tiefe fanden wir eine gute Wasserquelle. Wir haben eine Handpumpe installiert. Die Gesamtkosten des Brunnens belaufen sich auf 1768 Euro. Die Dorfbewohner trugen 152 Euro in bar dazu bei und leisteten für 91 Euro Handarbeit bzw. stellten Ziegel zur Verfügung. 1700 Menschen profitieren nun von diesem Brunnen. Zum allerersten Mal haben diese Dorfbewohner Zugang zu sauberem und sicherem Wasser. Bis jetzt waren sie von offenen Quellen mit kondaminiertem Wasser abhängig.“
P. Sandeep aus Bero im Tschad berichtet vom erfolgreichen Ausbau von 3 offenen Quellen in den Dörfern Ndaba Bero, Bero Center und Bero Mukasa. Diese drei offenen Wasserstellen mit Handpumpen wurden zum Preis von je 1500 Euro vervollständigt. Die Ortsgemeinde trug 220 Euro dazu bei. Ungefähr 2000 Menschen in diesen Dörfern sind nun die Nutznießer des Projekts. Glücklicherweise wurde klares und sicheres Trinkwasser in einer Tiefe von ungefähr 20 m gefunden.
P. Marcel aus Ekkekam in Zentralkamerun und P. Bipin von Mbe-karna in Nordkamerun haben ebenfalls von der erfolgreichen Fertigstellung dieses Projektes zu einem ähnlichen Kostenaufwand in ihren jeweiligen Dörfern berichtet. Die Dorfbewohner sind dem Freundeskreis unendlich dankbar für die finanzielle Unterstützung. Ich vertraue darauf, dass der Freundeskreis auch in Zukunft ähnliche Projekte unterstützen wird. Für 1500 Euro kann einem ganzen Dorf zu einem gebohrten Brunnen mit einer Handpumpe verholfen werden. Eine ähnliche Summe ist vonnöten, um zwei oder drei offene Brunnen mit Pumpen und Rückhaltemauern auszustatten, um so sicheres und sauberes Wasser für die Dörfer bereit zu halten, die es dringend brauchen.
Erziehung und Ausbildung

Entwicklung ist untrennbar mit Ausbildung verbunden. Die beiden Missionsschulen in Bero und Doba im Tschad haben einen bedeutenden Einfluss auf die allgemeine Entwicklung der ganzen Region. Die Missionsverwaltung hat deshalb beschlossen, eine neue Schule in Gada Mabanga in der Nähe von Ngaoundere in Nordkamerun zu gründen. Schon vor Jahren hatte die Mission ein großes Stück Land von einem einflussreichen Muslim bekommen, um darauf Bildungs- und Entwicklungsprojekte anzusiedeln. Am 28. Februar 2015 wurde der Grundstein gelegt. Die Arbeit ist in vollem Gang. Im September 2015 soll der Grundschulbereich fertig sein. Wir hängen sehr von der Großzügigkeit unserer Freunde und Wohltäter ab, um dieses vielversprechende Unternehmen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.
Willkommen in Rom
Amisales, das Missionsbüro in Rom, ist über das Anfangsstadium hinausgewachsen und sozusagen flügge geworden. Es ist ein Mittelpunkt und eine Kontaktstelle für alle unsere Fördergruppen und Freundeskreise, die Entwicklungs- und Ausbildungsprojekte in Afrika und Indien vorantreiben. Ihr seid herzlich eingeladen, mit Amisales jederzeit in Kontakt zu treten, wenn ihr für einen Rombesuch Rat und Hilfe braucht. Herzlich willkommen!

Grüße aus Tschad-Kamerun

Liebe Freunde der Fransalianer,
herzliche Grüße aus der Tschad-Kamerun-Mission. Wir, die Missionare des hl. Franz von Sales im Tschad und in Kamerun, sind euch zutiefst dankbar für eure Liebe und euer Interesse an unserer Arbeit in diesem Teil der Welt.
Für uns Missionare geht die Herausforderung der Evangelisation Hand in Hand mit der Entwicklung. Die Missionare und die Leute in den Missionen machen die tägliche Erfahrung einer verwandelnden Begegnung mit dem auferstandenen Christus. Während der letzten paar Monate passierten ein paar sehr wichtige Dinge. Im Februar hatten wir die kanonische Visitation unseres Provinzoberen aus Indien. Wir hielten unsere jährliche Missionsberatung in seiner Anwesenheit ab. Die Visitation und die Besprechung klappten gut trotz einiger Reisebeschränkungen, die uns die Regierungen des Tschad und von Kamerun auferlegt hatten. Grund war die bedrohliche Präsenz von Boko Haram gleich hinter der Grenze zum benachbarten Nigeria. Die Missionsberatung war eine schöne Erfahrung von Brüderlichkeit und Austausch, was schließlich dazu führte, dass wir uns für einen konkreten Aktionsplan für das kommende Jahr entscheiden konnten.
Wir trafen u. a. folgende wichtige Entscheidungen:
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eine Schule in Ngaoundere zu bauen und im September 2015 mit der Grundschule anzufangen,
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ein Grundstück in Doba im Tschad zu erwerben, um dort eine Schule zum Nutzen aller Missionen im Tschad zu errichten,
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weitere Sponsoren für verarmte Kinder innerhalb des Projektes Adoption aus der Ferne zu gewinnen,
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das Programm der Trinkwasserprojekte auf so viele Dörfer wie möglich auszudehnen, besonders im Tschad und in Nordkamerun, wo es kaum sauberes und sicheres Trinkwasser gibt.
Ich freue mich sehr, euch mitteilen zu können, dass am 28. Februar 2015 der Grundstein für die neue Schule in Gada Mabanga in Ngaoundere gelegt wurde. Die Arbeit ist nun in vollem Gange und wir hoffen, die Grundschule im September 2015 eröffnen zu können. Herzlichen Dank an alle für die Unterstützung! Wir, die Fransalianer im Tschad und in Kamerun, möchten unsere ehrliche Dankbarkeit allen Freunden und Wohltätern in Europa, besonders in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Italien zum Ausdruck bringen. Wir haben eine große Dankesschuld dem Freundeskreis in Deutschland und Amisales in Rom gegenüber für ihre gemeinsamen Anstrengungen, unsere Projekte zu unterstützen. Dank eurer Großzügigkeit konnten wir sechs Dörfern den Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser ermöglichen. Mit eurer Hilfe werden wir dieses Programm hoffentlich fortsetzen können. Die Dorfbewohner sind wirklich sehr dankbar für diese Hilfe, die zur rechten Zeit kam.

Die Tschad-Kamerun-Mission braucht dringend mehr Personal wegen der zunehmenden Arbeitsmenge und wegen der immer weiter reichenden Aktivitäten. Wir sind sehr froh darüber, dass zwei junge Priester und fünf Seminaristen aus Indien in diese Mission kommen wollen. Wir warten schon ungeduldig auf ihre Ankunft. Noch einmal danke ich euch allen für eure zuverlässige Unterstützung. Ich bin den Mitbrüdern dankbar, die die Verbindung mit unseren Förderkreisen in den verschiedenen Ländern wie Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien und den USA pflegen. Ich danke allen für ihre liebende Sorge und ihre ernsthaften Anstrengungen, uns bei der Arbeit für die Armen zu unterstützen.
Mit allen guten Wünschen,
